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31. Januar 2010

"Wirtschaftlichkeit und klare Strategie"

CUXHAVEN. Mit wachsendem Unmut nimmt Erich Schruff, Vorstand der Siedlungsgesellschaft Cuxhaven AG, die Aktivitäten der Ratsfraktion "Die Cuxhavener" zur Kenntnis. "Herr Kurmann schadet dem Ansehen der Siedlung und versucht sogar, unsere Mieter gegen uns aufzuwiegeln, indem er öffentlich unwahre Behauptungen und unbewiesene Aussagen über unser Haus verbreitet."

So werde in einem Flugblatt der Partei "Die Cuxhavener", das seit Dezember vergangenen Jahres in einem Teil der Siedlungsquartiere verteilt worden ist, behauptet, die Partei hätte "zahlreiche Anrufe von Mietern bekommen, die sich wirkliche Sorgen machen". Darunter sollen Hinweise gewesen sein "auf die persönliche Wohnsituation, deutliche Mieterhöhungen, auf scheinbare Fehler in den Betriebskostenabrechnungen, auf 'sinnlose Investitionen' und fehlende Modernisierung".

Der Vorstand der Siedlung bittet nachdrücklich darum, diese Hinweise, wie in dem Flugblatt angekündigt, unter Nennung der Beschwerdeführer umgehend an die Siedlung weiterzugeben, damit bei den betroffenen Mietern zeitnah Abhilfe geschaffen werden kann. "Wir selbst beschäftigen zwei Mitarbeiter, die täglich telefonisch und persönlich für solche Fälle zur Verfügung stehen. Unser Regiebetrieb behebt technische Probleme meist noch am selben Tag und in dringenden Fällen steht ein 24-Stunden-Notdienst zur Verfügung", so Erich Schruff.

Hinsichtlich der Wirtschaftlichkeit gehöre es zur Unternehmensstrategie der Siedlung, ein breites Qualitätsangebot vorzuhalten, von der preiswerten Kleinwohnung für sozial Schwache bis hin zum gehobenen Segment für Besserverdienende. Dabei werde selbstverständlich der unvermietbare Leerstand modernisiert, um den Mietern zeitgemäße Grundrisse, moderne Sanitäreinrichtungen und energetisch sparsame Wohnungen anzubieten. "Die Behauptungen hinsichtlich des Angebotes für sozial Schwache und Hartz-IV-Empfänger widersprechen den Fakten", teilt Erich Schruff zu den Aussagen des Fraktionsvorsitzenden der "Cuxhavener", Rüdiger Kurmann (CN vom 26. Januar unter der Überschrift: "Bezahlbare Wohnungen gefragt") mit. Und weiter: "Hinsichtlich des 'Haus Continental' hat sich der Aufsichtsrat umfassend mit den Baumaßnahmen am Objekt befasst und sich insbesondere von der Wirtschaftlichkeit des Projektes überzeugt. Darüber hinaus ist die unter historischen Aspekten wiederhergestellte Fassade des zuvor nahezu baufälligen Gebäudes ein hervorragender Beitrag zur Attraktivierung des Bereiches um die ,Alte Liebe', der nichts weniger als die Keimzelle des Tourismus in unserer Heimatstadt ist. Gäste wie Bürger verweilen vor dem Haus, bewundern die Schönheit dieses letzten Kleinods der Bäderarchitektur oder nutzen das gastronomische Angebot."

Wie die Siedlung weiter mitteilt, ist die Unternehmensstrategie des städtischen Unternehmens langfristig angelegt und berücksichtige sehr wohl die Bevölkerungsentwicklung. Nicht ohne Grund sei Erich Schruff als Sachkundiger in den städtischen Ausschuss für demografischen Wandel berufen worden.

Weniger Einwohner bedeuten aber nicht zwingend weniger Wohnraum, argumentiert die Siedlung. Die Zunahme an Single-Haushalten, der stetig steigende Quadratmeter-Anspruch pro Person und die Rückwanderung älterer Menschen in die Innenstädte seien nur einige der Faktoren, die bei der strategischen Zukunftsplanung der Siedlung eine Rolle spielen. "Nicht zuletzt muss berücksichtigt werden, dass durch die Ansiedlung der Offshore-Industrie viele Arbeitsplätze geschaffen werden und damit auch ein zukunftsorientiertes Wohnungsangebot erforderlich ist", so Vorstand Erich Schruff abschließend.

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Siedlungs-Vorstand Erich Schruff: Der Aufsichtsrat hat sich umfassend mit den Baumaßnahmen am "Haus Continental" befasst und sich insbesondere von der Wirtschaftlichkeit des Projektes überzeugt. Foto: H. Schmortte
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Redaktion, 1. Februar 2010, 12:05 Uhr

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