Winterpause für Kreuzfahrer "Marco Polo"
CUXHAVEN. Vor Kurzem kreuzte die "Marco Polo" noch in karibischen Gewässern. Am Montag endete die letzte Reise der Saison in Bremerhaven. Inzwischen sind die gut 800 vornehmlich deutschen Passagiere wieder zuhause. Cuxhaven wird nun der "Winterliegeplatz" für das 176 Meter lange und 23,6 Meter breite Urlauberschiff. Der Grund? Die Liegekosten sind dort am günstigsten.
Das ist deshalb so wichtig, weil das Schiff erst im neuen Jahr eine Charter (Verwendung) hat und deshalb voraussichtlich bis zum 28. Dezember in Cuxhaven aufliegen wird. Der dunkelblaue Rumpf mit den schönen traditionellen Linien tauchte gestern gegen 7 Uhr vor der Alten Liebe in Cuxhaven auf.
Zunächst wurden die fünf Rettungsboote an der Backbordseite zu Wasser gelassen, bevor die "Marco Polo" mit dem Bug stromab in Höhe des Seglerhafens an der Neuen Seebäderbrücke festmachte. Anschließend wurde der größte Teil der verbliebenen 350-köpfigen Besatzung mit Bussen nach Hamburg gebracht. Die Betreuung des Kreuzfahrers in Cuxhaven übernimmt die DFDS Tor Line im Auftrag des Agenturbüros Satori & Berger in Kiel. Robert Sabas ist der Mann von DFDS vor Ort. Er hatte gestern alle Hände voll zu tun, um die vielen Fragen und Anforderungen zu erfüllen, die mit der Ankunft eines so großen Schiffes verbunden sind. Unserer Zeitung gegenüber versicherte der Agent, dass es mit Lärmbelästigungen keine Probleme geben werde. Die für die Stromversorgung eingesetzten Dieselmotoren seien so gekapselt, dass sie an Land nicht zu hören seien.
In den zurückliegenden zwei Jahren fuhr die "Marco Polo" unter der Flagge der inzwischen in Konkurs geratenen Transocean Tours Touristik GmbH aus Bremen in weltweiter Fahrt. Künftig wird das Drei-Sterne-Schiff für den britischen Reiseveranstalter Cruise and Maritime Voyages in London über die Ozeane kreuzen. Die Fünf-Jahres-Charter beginnt am 2. Januar mit einer Reise ab London. Das erklärte Christian Verhounig, der Operation-Manager des Schiffes, gestern. Eigner ist die Story Cruise Limited mit Sitz in Griechenland.
Von Thomas Sassen
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