Wattrennen 2010: Pferdesport und beliebter Prominenten-Treffpunkt

CUXHAVEN-DUHNEN. Er fand ungewöhnlich spät im Jahr statt und begann ungewöhnlich spät, aber einem erfolgreichen Wattrenntag tat das keinerlei Abbruch: Auch im August, so die eher unfreiwillige Erfahrung des Wattrenn-Vereins, lässt sich das traditionelle Pferdesportereignis wunderbar durchführen.

Allerdings rücken dadurch in diesem Jahr die drei großen Pferdesportereignisse, die den Landkreis Cuxhaven im Pferdeland Niedersachsen so besonders machen, eng zusammen. Nach Elmlohe und Duhner Wattrennen beginnt bereits in dieser Woche das Dobrock-Turnier (12.-15.8.)

Auf die Bedeutung des Pferdesports für das Cuxland wies nicht nur Wattrenn-Präsident Henry Böhack in seiner gewohnt Namens-gesättigten Begrüßung der Gäste des Empfangs im Strandhotel hin. Auch OB Arno Stabbert als Schirmherr ("Ich hoffe, ich muss heute nicht tätig werden - Regen hat mindestens für die Zeit der Rennen Platzverbot"), Landrat Kai-Uwe Bielefeld und Ministerpräsident David McAllister unterstrichen dies.

Der MP, der einen der ersten 100 Tage im Amt beim Wattrennen verbrachte und seinen Wanderpokal persönlich überreichte, stellte sich damit in die Tradition von Hinrich Wilhelm Kopf, der den Preis einst gestiftet hatte. Seither ist das Duhner Wattrennen zugleich ein Treffen politischer, wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Prominenz - neben McAllister seien stellvertretend Monika Harms, die Ex-Wirtschaftsminister Dr. Peter Fischer und Walter Hirche und neben zahlreichen Repräsentanten der ausstattenden Firmen Martin Kind (Präsident von Hannover 96) genannt.

Nach dem Empfang, bei dem einmal mehr der Nestor der Pferdesportjournalisten, Hans-Heinrich Isenbart, das Wort ergriff, übergaben die Ehrengäste den traditionellen Bügeltrunk an die Reiter vor dem Strandhotel Duhnen. Wobei der im Focus vieler (auch privater) Kameras stehende David McAllister als positive Geste besonders vermerkte, dass das Schaubild der Haflinger-Freunde diesmal "Schottische Reiter" hieß.

Wieder einmal reagierte das Meer nicht so, wie es eigentlich sollte: Für die Opti-Regatta des SVC-Nachwuchses fehlte es an Wasser und vor allem an Wind, aber anschließend zog sich das Wasser nicht so schnell zurück, wie erhofft - und die 12 Rennen der Galopper und Traber konnten erst mit einiger Verzögerung gestartet werden. Da es aber bis zum nächsten Hochwasser viel Luft gab, bedeutete dies kein Problem für den Ablauf des Wattrenntages.

Die gewonnene Zeit nutzten die prominenten Gäste zu politischen oder geschäftlichen Gesprächen, das Publikum widmete sich ausführlich den Ständen auf der Vergnügungsmeile. Große Resonanz fanden dort die Angebote, die einem guten Zweck dienten: Bei den Rotariern, den Soroptimisten und der Stiftung Lebenshilfe Cuxhaven war gut was los. Förmlich überrannt wurde der Stand der DKMS, der zur Teilnahme an einer Typisierungsaktion für die zweijährige Rosa aufgerufen hatte.

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