Vor Ostemündung auf Sandbank
OTTERNDORF. Segeljachten standen im Mittelpunkt zweier Rettungsaktionen vor Cuxhaven und Otterndorf.
So konnten die Cuxhavener Seenotretter am Freitagabend eine zweiköpfige Besatzung mit ihrer Segeljacht vom Scharhörn-Riff frei schleppen. Ein Lotse hatte beobachtet, dass das etwa zehn Meter lange Sportboot dort bei steifem Wind und etwa einem Meter hohen Seegang gestrandet war.
Das Schiff lag richtig in der Brandung, berichtetet Vormann Jörg Bünting. Das Problem: weder der Rettungskreuzer "Hermann Helms" noch das Tochterboot "Biene" konnten in dem flachen Wasser zu dem Havaristen gelangen. Ein Rettungsmann sprang daraufhin ins Wasser und brachte eine Schleppleine zu der Jacht. Trotz fallenden Wassers gelang es anschließend, den Havaristen bis ins tiefe Wasser zu schleppen.
Wenig später mussten die Seenotretter erneut auslaufen: Der Eigner eines Motorbootes hatte per Handy um Hilfe gebeten. Er sei "irgendwo bei Otterndorf" auf eine Sandbank aufgelaufen. Der Sportschipper hatte in der Nacht auf dem Weg in Richtung Otterndorf/Hadelner Kanal offenbar die Orientierung verloren.
Tatsächlich fanden die Retter das Boot schließlich einige Seemeilen entfernt vor der Ostemündung auf dem höchsten Punkt einer Sandbank.
Das Schleppmanöver gelang, das Boot kam frei. Beim Schleppen in Richtung Otterndorf rissen dann allerdings die Befestigungen für die Schleppleine, die Klampen, aus dem Deck.
Nachdem die Retter den Verlust bemerkt hatten, konnten sie das Boot wieder "einfangen" und nach Otterndorf schleppen. Kommentar vom Vormann: "Nur geeignet für den Wörthersee, nicht für die Elbe."
Von Thomas Sassen
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