Strabag Offshore Wind in greifbarer Nähe
CUXHAVEN. Jetzt rückt die Erweiterung der Offshore Basis Cuxhaven mit der Ansiedlung der Strabag Offshore Wind in greifbare Nähe. Strabag-Vorstandsmitglied Hannes Truntschnig und Felix Koselleck reisten Mittwoch mit dem Firmenjet an, um sich in Cuxhaven ein eigenes Bild von den Ansiedlungsvoraussetzungen zu verschaffen. Begleitet wurden sie von Vertretern der Raiffeisen-Holding Niederösterreich Wien, Michaela Steinacker und Kurt Miesenböck.
Im Rahmen eines Stadtempfangs, an dem auch der Geschäftsführer der Strabag Offshore Wind, Dr. Klaus Weber, teilnahm, begrüßten Bürgermeister Bernd Jothe und Erster Stadtrat Andreas Otto die hochkarätige Delegation aus Österreich Mittwochabend in Schloss Ritzebüttel. Bis zu 100 Windkraftanlagen möchte Strabag?/?Züblin jährlich von Cuxhaven aus komplett montiert auf einem Spezialschiff zu den Windparks in der Nordsee transportieren. "Dieses Projekt wird von den Mitgliedern des Rates - über alle Parteigrenzen hinweg - unterstützt", versicherte Bürgermeister Jothe den Unternehmens-Repräsentanten und: "Sie sind in dieser Stadt herzlich willkommen."
Während ihrer Anreise von Wien flogen sie im Firmenjet zunächst eine Kurve über den Offshore Windpark Alpha-Ventus. In Cuxhaven verschafften sie sich ein eigenes Bild von der Strabag-Produktionfläche am seeschifftiefen Elbfahrwasser. Dort wurden die Unternehmens-Repräsentanten von Landrat Kai-Uwe Bielefeld begrüßt. "Wir sehen die eminente Bedeutung dieses Ansiedlungsvorhabens für die Region," stellte der Landrat fest und sicherte "volle Unterstützung" zu. Hintergrund: Für den Umzug der Testanlagen ist ein Ersatzstandort im Bereich Langen vorgesehen.
Cuxhavens NPorts-Zweigniederlassungsleiter Hans-Gerd Janssen kündigte an, dass im April 2010 mit dem Bau des Offshore-Liegeplatz 9 begonnen wird, von dem Strabag/Züblin komplette Anlagen mit einem Gewicht von 7000 Tonnen verschiffen wird. Janssen geht von einer 18-monatigen Bauzeit aus.
Die Unternehmensvertreter aus Österreich konnten sich davon überzeugen, dass mit der Erschließung der riesigen Ansiedlungsfläche für die Offshore Wind inzwischen begonnen ist. Über Einzelheiten informierten die Geschäftsführer der Cuxhavener Hafen Entwicklungsgesellschaft GmbH, Erich Schruff und Dr. Hans-Joachim Stietzel.
Bürgermeister Bernd Jothe wies im Rahmen des Stadtempfangs im Schloss darauf hin, dass für die Ansiedlung der Strabag Offshore Wind von Landesregierung und Bund über das Konjunkturpaket II in den nächsten zwei Jahren erhebliche Mittel zur Verfügung gestellt werden. Für die Erweiterung des Offshore-Terminals und des darin enthaltenen Spezialanlegers für das Strabag-Errichterschiff seinen 65 Millionen Euro bereitgestellt. Die Erschließung der Produktionsflächen der Strabag Offshore Wind werde mit 33 Millionen Euro gefördert. Weitere 15 Millionen Euro seien für für die notwendige Verlegung der Entwässerung bereitgestellt worden.
Bürgermeister Jothe machte deutlich, dass diese insgesamt 113 Millionen Euro die größte Investitionssumme ist, die in Cuxhaven während der letzten Dekaden für die Schaffung von Infrastrukturen bereitgestellt wurde. "Damit dokumentieren das Land und die Stadt Cuxhaven ihren festen Willen, die Ansiedlung der Strabag Offshore Wind uneingeschränkt zu unterstützen", stellte der Bürgermeister fest.
Strabag-Vorstandsmitglied Hannes Truntschnig zeigte sich angetan von dem, was in so kurzer Zeit in Cuxhaven entstanden ist. Er bedankte sich für die getroffenen Vereinbarungen und ist überzeugt davon, dass das Projekt gemeinsam auch zeitgerecht umgesetzt werden kann.
VON EBERHARD WENDT
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