Stickenbüttel: 25 Meter hoher Antennenmast geplant
CUXHAVEN. Den Bau eines Stahlgittermastes als Antennenträger plant die Vodafone D2 GmbH in Stickenbüttel. Das wurde während der jüngsten Sitzung des Bau- und Verkehrsausschusses unter Vorsitz von Rudolf Robbert bekannt.
Die Errichtung des mehr als 25 Meter hohen Stahlgittermastes ist auf dem Grundstück Dorfstraße 83 vorgesehen. Hintergrund: Mit dieser neuen Anlage sollen die bestehenden Antennen auf dem Gebäude des Wrackmuseums (Dorfstraße 70) ersetzt werden.
Aufgrund der Planungen für die Cuxhavener Museumslandschaft ("Maritime Lebenswelten") und dem damit zusammenhängenden möglichen Verkauf des städtischen Gebäudes, in dem heute das Wrackmuseum untergebracht ist, ist aus Sicht des Mobilfunkbetreibers Vodafone D2 GmbH der dauerhafte Betrieb der jetzt montierten Antenne nicht mehr gewährleistet. Ohne Antennen gibt es bekanntlich auch keinen Handy-Betrieb: Deshalb war es erforderlich, nach einem neuen Antennenstandort Ausschau zu halten.
Als Alternativen wurden die Standorte "Fort Thomsen" und der Sportplatz Am Lagerfeld vorgeschlagen. Doch die liegen außerhalb des abgegrenzten Suchkreises. Auch der Vorschlag, die Antenne an einem Mast der in der Nähe verlaufenden Hochspannungsleitung zu montieren, musste aus Sicherheitsgründen vom Betreiber abgelehnt werden.
Während der Sitzung des Bauausschusses versicherte der Chef der städtischen Planungsabteilung, Jürgen Schmidt: "Wir haben versucht, einen anderen Standort für die Antenne zu finden - ohne Erfolg." Innerhalb des Suchkreises gebe es keine geeigneten Gebäude oder Einrichtungen, die die Antenne aufnehmen können. Vor diesem Hintergrund zeichnet sich derzeit nur die Möglichkeit ab, sie auf einem freistehenden Antennenmast zu montieren.
Weil so ein Antennenträger im städtebaulichen Außenbereich privilegiert ist (Paragraph 35 Absatz 1 Nr. 3 BauGB) und auch sonst keine öffentlichen Belange berührt werden, ist das vorgesehene Bauvorhaben nach Angaben der Stadtverwaltung planungsrechtlich zulässig. Dabei wird im Rathaus davon ausgegangen, dass der Betreiber im Wege des Baugenehmigungsverfahrens nachweist, dass von der geplanten Antennen-Anlage keine schädlichen Umwelteinwirkungen ausgehen. Mangels geeigneter Ersatzstandorte sprachen sich die Mitglieder des Bau- und Verkehrsausschusses für die Erteilung des Bauvorbescheides aus.
Jetzt stand der in Stickenbüttel geplante Bau des Antennenträgers auf der Tagesordnung des Verwaltungsausschusses. Der traf jedoch noch keine abschließende Entscheidung. Wie der Fraktionsvorsitzende der Grünen, Bernd Jothe, im Gespräch mit den Cuxhavener Nachrichten mitteilte, setzte sich seine Fraktion während der jüngsten Sitzung des Verwaltungsausschusses (VA) dafür ein, dass die Bauvoranfrage "Errichtung eines freistehenden Stahlgittermastes als Antennenträger in Cuxhaven Stickenbüttel" zunächst noch einmal von der Tagesordnung abgesetzt wird: Mit Erfolg.
Hintergrund: Damit können vor der abschließenden VA-Entscheidung die Mitglieder des Umweltausschusses sich in öffentlicher Sitzung mit der Angelegenheit befassen. Die ist am Montag, 6. September um 16 Uhr im Rathaus, Sitzungsraum Penzance, terminiert. "Der Umweltausschuss muss sehr darauf achten, dass die umweltrelevanten Angelegenheiten auch in diesem Gremium beraten werden", gibt Fraktionschef Bernd Jothe zu bedenken.
Von Eberhard Wendt
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