Saison-Ausklang mit Butt-Fest und "Op no Dös":
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11. März 2008

Standorte kommen jetzt auf Prüfstand

mr. - Kann eine Schullandschaft, die in den 70er Jahren darauf ausgelegt war, 10 000 Schülerinnen und Schüler aufzunehmen, langfristig erhalten bleiben ? bei Schülerzahlen von heute rund 5500 mit Tendenz nach unten? "Das ist einfach illusorisch?, sind Dezernentin Dr. Anne Frühauf und Claudia Trumbach, Leiterin der Abteilung Schule und Sport im Rathaus, überzeugt. Schulschließungen sind ihrer Ansicht nach unabdingbar, um die Mittel zu erhalten, die nötig sind, um die restlichen Schulen zu sanieren und dort auch Raum für pädagogische neue Ansätze zu schaffen.

Im Dezember waren die Ergebnisse der Bestandsaufnahme der aktuellen Schullandschaft öffentlich gemacht worden. Sie sind seither im Internet unter www.cuxhaven.de einsehbar. Anfang des Jahres konstituierte sich die Arbeitsgruppe Schulplanung, bestehend aus Vertreter der Ratsfraktionen, Verwaltungskräften, Eltern- und Lehrervertretern, Vertretern der Landesschulbehörde und des Landkreises.

Vergangene Woche wurde diesem Kreis nun ein Entwurf der Verwaltung zur künftigen Schullandschaft vorgestellt, in der erstmals auch Namen genannt wurden ? allerdings, und das ist Dr. Anne Frühauf und Claudia Trumbach ganz wichtig: "Es handelt sich nur um einen Entwurf!? Beschlossen sei damit gar nichts.

Die Mitglieder der Arbeitsgruppe sind nun aufgerufen, sich mit den Vorschlägen auseinander zu setzen. Auf der Grundlage dieser Diskussion werden dann mehrere Varianten entwickelt und schließlich der Politik in Form einer Vorlage zur Verfügung gestellt ? der Zeitplan sieht vor, dass das im Mai soweit ein soll.

Um vorzeitige Aufregung abzumildern, erinnern die Fachfrauen auch daran, dass es sich bei dem entwickelten Konzept um die Schullandschaft des Jahres 2020 handeln soll. Und wie soll diese nun aussehen? Der Vorschlag sieht für die dann rund 5000 Schüler nur noch acht statt bisher elf Grundschulen, drei kombinierte Haupt-/Realschulstandorte, die beiden Gymnasien und ein neues Schulzentrum an der Schulstraße vor ? insgesamt nur noch 12 statt 17 Schulstandorte.

Unter den derzeitigen Gegebenheiten würden nach den Vorausschätzungen der großen Bestandsaufnahme in Cuxhaven in fünf Jahren nur noch fünf Grundschulen einzügig laufen (Zügigkeit: Anzahl der Klassen pro Jahrgang). Durch Neuzuschnitt von Schulbezirken und Schließung von Standorten möchte die Verwaltung durchgehende Zweizügigkeit bei den Grundschulen erreichen.

Parallel dazu wurden der bauliche Zustand von Schulen und die Schülerzahlen ebenso beleuchtet wie die Bedeutung von Schulen für den Stadtteil. So sollen die Süderwisch- und die Ritzebütteler Schule als soziale Brennpunktschulen erhalten bleiben ? wenn es denn die Mittel dafür gibt.

Auf den Prüfstand kommen hingegen die Lüdingworther Schule, die Franzenburger Schule, die Duhner Schule und die Grodener Schule.

Für die Gorch-Fock-Schule ist ein kompletter Wechsel ins Gebäude der Bleickenschule ins Auge gefasst und für die Wichernschule der Wechsel nach Groden. In Süderwisch und Altenwalde könnten kombinierte Grund-, Haupt- und Realschulen entstehen. Und der Vorschlag für die Realschule: Komplettabriss und Neubau als kombinierte Haupt-/Realschule, die auch die Schülerschaft der Bleickenschule mit aufnehmen sollte.

Den Vorschlag der Verwaltung hat die Arbeitsgruppe Schulplanung jetzt unter die Lupe genommen und unter folgenden Kriterien beleuchtet: Erreichbarkeit, kombinierte Schulmodelle, Lehrer-/Unterrichtsversorgung, Schulorganisation, Gebäudeauslastung, Kostenoptimierung, soziale Bedeutung, Vernetzung mit anderen Infrastrukturangeboten und Schule als Standortfaktor.

Mit mindestens noch zwei Treffen wird gerechnet, bis mehrere Varianten der vorgelegten Planung erstellt sind und der Politik als Entscheidungsgrundlage übergeben werden können.

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