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24. Dezember 2010

Rückreise verlief ganz anders

Cord F. Barthold kam zum Schuljubiläum

Cord F. Barthold, E-Mail cbarthold@nc.rr.com, reiste dieses Jahr zum 200-jährigen Schuljubiläum des Amandus-Abendroth-Gymnasiums nach Cuxhaven:

Alles war bestens, beim Jubiläum traf er auch seinen früheren Nachbarn Wolfgang Schneider. Die Rückreise verlief dann allerdings anders als erwartet: Mein letztes Besuchsziel war Zürich, von wo ich am 24. September nach Hause fliegen wollte. Doch davon wurde nichts. Als ich am 22. September in meinem Hotel ankam, fiel ich in meinem Zimmer bewusstlos um und knallte mit meinem Kopf hart auf. Man hat mich Gott sei Dank gefunden und als ich aufwachte, war ich im größten Krankenhaus der Schweiz, dem Unispital von Zürich (4700 Betten). Anstatt Zürich zu besichtigen, sah ich nur das Krankenhaus. Ich wurde von der Intensivstation dreimal weitergereicht, behandelt wie eine Schweizer Uhr und langsam wieder besser auf Draht. Ich war besonders beeindruckt von dem erstklassigen Service dort.

Am Tag zuvor war ich in meinem Hotel in Schwetzingen umgefallen, auf mein Bett, aber habe mir auch den Kopf gestoßen. Die Ursache war Unterzuckerung. Ich hatte nur gefrühstückt und nicht genug andere Mahlzeiten, und dazu habe ich täglich 2 x Dosen von Anti-Diabetes-Tabletten genommen. Das Krankenhaus hat mich dreimal durch die "Röhre" gejagt und meinen "Verstand" durchleuchtet. Dabei wurde festgestellt, dass der Aufprall in meinem Hirn eine Blutung verursacht hat, die aber nach zwei Tagen aufhörte. Man hat mich aber darauf hingewiesen, dass die Blutung Gedächtnisverlust verursachen kann, der aber wieder aufgebaut werden wird. Ich habe Schwierigkeiten, manche Namen zu identifizieren und brauche manchmal für mein Gedächtnis eine Stütze.

Mein Ticket für meinen Rückflug ist verfallen, weil ich nicht fliegen durfte. Gott sei Dank habe ich vor meiner Reise in den USA eine Reiseversicherung abgeschlossen. Die bezahlte nun meinen Rückflug in Begleitung einer Krankenschwester aus Toronto, die mich in Zürich abholte und in Apex, NC, nach einem Flug in der 1. Klasse zu Hause ablieferte. Das Ticket kostete die Versicherung (nur für mich) 5000 Dollar.

Bald darauf hatte ich einen Termin für eine weitere Hirnbestrahlung und der Radiologe ließ mich sofort per Ambulanz ins Krankenhaus bringen zur Untersuchung von einem Neurologen. Aber nach sechs Stunden wurde ich entlassen, da ich keine Symptome von Kopfschmerzen, Schwindeligkeit oder Erbrechen zeigte.

Ich schlafe allerdings sehr viel, ca. 10 bis 12 Stunden pro Nacht, dann meistens wieder zweimal je 2 Stunden vormittags und wieder nachmittags, nach dem Motto "Wer schläft, der sündigt nicht".

Herzliche Weihnachts- und Neujahrsgrüße an alle Cuxhavener. Cord Barthold

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