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11. März 2012

Richtfest: Endspurt beim Bau des Gymnasiums

OTTERNDORF. Der Wettergott meinte es nicht gut mit den Arbeitern auf der "Großbaustelle Schulzentrum Otterndorf". Witterungsbedingt mussten die Arbeiten immer wieder unterbrochen werden, die dadurch im Verzug waren und immer noch sind. Doch bei der Firma Goldbeck hat man die Ruhe weg: "Machen Se sich mal keen Kopp", war und ist die Antwort, die die Kreisverwaltung bei Nachfragen erhielt. Der Zeitplan stehe nämlich: Noch vor den Sommerferien sollen im Gymnasium die ersten Umzugskartons transportiert werden.

Der Richtkranz hängt schon etwas länger, doch erst am Freitag fand aus Termingründen die damit verbundene Feier statt, bei der Landrat Kai-Uwe Bielefeld nicht nur den Hammer, sondern auch das Wort ergriff. "Hier entsteht ein komplettes Schulzentrum quasi neu", meinte Bielefeld und richtete den Blick nicht nur auf den Neubau des Gymnasiums und der Realschule, sondern auch auf die umfassende Sanierung der Hauptschule und der Schulturnhalle.

Im Sommer 2010 war die Sanierung der Hauptschule nämlich abgeschlossen worden, im vergangenen Jahr konnten die Realschüler den Neubau beziehen. Dutzende Arbeiter sind aktuell damit beschäftigt, den zweiten Bauabschnitt und damit die Räume für das Gymnasium sowie die gemeinsame Aula zu erstellen.

Der Umzug des Gymnasiums soll noch vor den Sommerferien erfolgen, die Ende Juli beginnen. Die Ferienzeit wird dann genutzt, um auch die letzten Teile des Altbaus, in denen die Gymnasiasten jetzt noch unterrichtet werden, abzureißen.

Bielefeld sprach angesichts der Mischung aus Sanierung und Neubau von einer "genialen Lösung für den Schulstandort Otterndorf", dessen komplettes schulisches Angebot auf diese Weise gesichert werde. Er wisse, dass die Bauarbeiten mit Provisorien für Schüler und Lehrer verbunden seien, doch das Ergebnis könne sich am Ende sehen lassen. Die Investition von nahezu 18 Millionen Euro sieht Bielefeld als "Investition in die Zukunft" der Stadt und des Landkreises.

Bürgermeister Claus Johannßen bedankte sich nicht nur beim Landkreis für die Millionen-Investition, sondern konfrontierte Bielefeld noch mit einem Wunsch: es geht um die Beseitigung der Schäden an der Schulstraße. Ob es zur Straßensanierung kommt, ließ Bielefeld offen: "Machen Se sich mal keen Kopp" sagte er jedenfalls nicht...

Von Egbert Schröder

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Vielleicht hätte er vor dem Termin noch ein paar Stunden im Werkunterricht verbringen sollen: Landrat Kai-Uwe Bielefeld (r.) schlug beim Richtfest symbolisch Nägel in einen Holzbalken. Zumindest versuchte er es: Die Nägel nahmen ihm die Schläge im wahrsten Sinne des Wortes krumm. Kritischer Beobachter der Aktion: der Leiter des Gymnasiums, Klaus-Dieter Schnell (l.). Auch er versuchte vergeblich, die Metallstifte komplett im Holz zu versenken.

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