Querungshilfen für Fußgänger: Prioritäten-Liste
CUXHAVEN. In der zurückliegenden Zeit gab es immer wieder Anregungen und Wünsche für den Bau von Querungshilfen im Stadtgebiet. Aus diesem Grund erstellte die städtische Bauverwaltung eine vollständige Übersicht. Um einen Gesamtüberblick für den Bedarf zu erhalten, gab es an fast allen gewünschten Standorten darüber hinaus Verkehrszählungen. Auf der Basis der Ergebnisse sowie weiterer verkehrs- und bautechnischer Kriterien wurde nach Angaben des städtischen Fachbereichsleiters "Straße und Verkehr", Dieter Schlagowski, eine Prioritätenliste erarbeitet.
Im Bereich der Nordfeldstraße sind bereits im Herbst vergangenen Jahres zwei Querungshilfen gebaut worden. Geplant und in Auftrag gegeben ist auch die Querungshilfe Marienstraße zwischen den Einmündungen Bernhardstraße und Batteriestraße. Diese Arbeiten werden ausgeführt, sowie die Witterungsverhältnisse das wieder ermöglichen.
Die nachfolgend vom Bau- und Verkehrsausschuss einstimmig beschlossene Prioritätenliste kann, so Stadtbaurat Michael Müller, dann nach und nach abgearbeitet werden, wenn die erforderlichen finanziellen Mittel für die einzelnen Bauprojekte zur Verfügung stehen.
1. Schulstraße: In der Schulstraße, Einmündung Beethovenallee, soll eine Querungshilfe gebaut werden, um ein gefahrloses Queren der Fahrbahn für die Schüler des nahe gelegenen Gymnasiums zu ermöglichen. Die Lage der Mittelinsel im Bereich der Schulstraße ist nach Angaben der Bauverwaltung in Abstimmung mit dem Schulleiter an der Stelle mit dem höchsten Gefährdungspotenzial festgelegt worden. Der Bau erfordert Änderungen am Einmündungsbereich. Damit entstehen Kosten in Höhe von 38 000 Euro.
2. Feldweg, Höhe Badehausallee: Der Verwaltungsausschuss hatte sich bereits vor einem Jahr dafür ausgesprochen, hier eine mobile Querungshilfe einzurichten. Dafür sind Kosten von rund 17 000 Euro kalkuliert worden. Dies wäre allerdings nur eine provisorische Lösung.
3. Beethovenallee, Bereich Claus-Oellerich-Weg: Eine Querungshilfe über die Beethovenallee im Zuge des Claus-Oellerich-Wegs wird für sinnvoll gehalten. An dieser Stelle gibt es starken Fahrrad- und Fußgängerverkehr. In unmittelbarer Nähe sind Wochenmarkt und Schulen. Der Bau der Querungshilfe in diesem Bereich würde allerdings eine Verlagerung der Busbucht vor dem Hallenbad erfordern.
4. Nordheimstraße, direkt hinter der Spanger Straße: Die Querungshilfe könnte auf der vorhandenen Sperrfläche am Beginn der Nordheimstraße geschaffen werden. Die geschätzten Gesamtkosten beliefen sich hier auf 36 000 Euro. Als dauerhafte Lösung der Verkehrsproblematik bietet sich an diesem Verkehrsknoten der Bau eines Kreisverkehrs an, mit dem auch der Fußgängerverkehr wesentlich besser geregelt werden kann.
5. Süderwisch, in Verlängerung des Fuß- und Radwegs zwischen der Theodor Storm- und Hebbelstraße: Der Weg ist eine wichtige autofreie Verbindung für Fußgänger und Radfahrer aus den westlichen Stadtbereichen in die Innenstadt. Die Querungshilfe über die Straße Süderwisch ist sinnvoll und ließe sich problemlos schaffen. Gesamtkosten: Rund 27 000 Euro.
6. Jacobistraße, Bereich Einmündung Grashof: Der Bau dieser Querungshilfe ist schon seit längerer Zeit Wunsch des Ortsrates Lüdingworth. Die Jacobistraße hat allerdings nicht die erforderliche Ausbaubreite. Die Fahrbahn müsste nach einem Grunderwerb zunächst verbreitert werden. Die Kosten für eine Querungshilfe würden hier bei rund 42 000 Euro liegen.
7. Heinrich-Grube-Weg, Bereich Pastor-Drägert-Weg: Die breite Fahrbahn lässt sich von vielen Fußgängern und Radfahrern kaum gefahrlos queren. Diesem Gefahrenpunkt soll mit dem Bau einer Mittelinsel zur Querungshilfe begegnet werden. Mit der zusätzlichen Einengung der Fahrbahn werden Kosten von 44 000 Euro veranschlagt.
8. Brunnenweg, hinter der Gabelung Brockeswalder Chaussee/Sahlenburger Chaussee: Insbesondere für Radfahrer in Richtung Sahlenburg ist diese Querungshilfe von Bedeutung. Voraussetzung für den Bau ist eine Änderung des Einmündungsbereichs Sahlenburger Chaussee in den Brunnenweg. Damit würden sich die Kosten auf 45 000 Euro belaufen. Optimal könnte der Verkehr an diesem Knoten mit einem Kreisel geregelt werden. Dafür steht jedoch absehbar kein Geld zur Verfügung.
9. Brockeswalder Chaussee, Bereich Pastor-Drägert-Weg: In Verlängerung des Pastor-Drägert-Weges queren regelmäßig Radfahrer und Fußgänger in größerer Zahl die Brockeswalder Chaussee. Kosten: Rund 16 000 Euro.
10. Spanger Damm (K3), Bereich südlich der Einmündung Sixtstraße: Auf der vorhandenen Sperrfläche lässt sich eine Querungshilfe errichten. Dies würde allerdings Umbaunotwendigkeiten des Einmündungsbereichs Spanger Damm/Sixtstraße nach sich ziehen. Damit würden Kosten von rund 35 000 Euro entstehen. Eine dringende Notwendigkeit für diese Querungshilfe wird von der Bauverwaltung aufgrund der geringen Verkehrsbelastung nicht gesehen.
11. Windeichenweg, südlich der Einmündung Nordkamp und Geestweg: Hier besteht Bedarf für eine Querungshilfe wegen der Neubaugebiete im Bereich des Geestweges und des Nordkamps. Weil der Straßenquerschnitt aufgeweitet werden muss, ist von Kosten in Höhe von 42 000 Euro auszugehen.
12. Sahlenburger Chaussee, Bereich Heiddeelweg: Hier wird eine Querungshilfe vom Sahlenburger Ortsrat gewünscht: Die Bauverwaltung sieht aufgrund der vergleichsweise geringen Querungszahlen in diesem Bereich noch keine Dringlichkeit.
13. Heerstraße, in Verlängerung des Fußweges zwischen Kirchblick und Heerstraße: Seit dem Bau des Verbrauchermarktes südlich der Heerstraße gibt es Bedarf für die Querungshilfe. Sie lässt sich jedoch nicht realisieren, weil die Fahrbahnbreite nicht ausreicht. Für eine Aufweitung der Straße müssten mehrere Bäume gefällt werden. Das hält die Untere Naturschutzbehörde für nicht realisierbar.
Weitere Einzelheiten in den Cuxhavener Nachrichten am Dienstag.
Von Eberhard Wendt
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