Kindertagesstätten werden moderner und größer

Mehr Platz für Kindergarten-Kinder

CUXHAVEN. Mit Provisorien müssen sie schon lange leben: Die Kindertagesstätte der Emmaus-Gemeinde und die Kita Lummerland (Kirchengemeinde Ritzebüttel). Der Ausschuss für Jugend, Soziales, Familie und Gleichstellung stellte jetzt die ersten Weichen für umfassende Baumaßnahmen.

Die Kindertagesstätte der Emmaus-Gemeinde soll einen Neubau erhalten. Die Kindertagesstätte Lummerland im Lehfeld bekommt einen Anbau für eine Krippengruppe, einen Gruppen- und einen Bewegungsraum.

Die Kita Emmaus wurde 1970 als viergruppige Einrichtung für 80 Kinder erbaut und 1987 erweitert. Seither stellten sich weitere Veränderungen ein: Aufnahme von Integrationskindern, die Gründung einer Zehner-Gruppe unter Einbeziehung von Räumen im Gemeindezentrum, Erweiterung um eine Krippengruppe für Kinder unter drei Jahren. Verbunden waren diese Entwicklungen mit Kompromissen und Ausnahmegenehmigungen. Ein Kompromiss wäre auch ein ins Auge gefasster Um- und Erweiterungsbau für zwei Millionen Euro gewesen. Daher soll der evangelische Kindertagesstättenverband als Träger nun die Genehmigung erhalten, auf dem Grundstück der Kirchengemeinde neben der bestehenden Kindertagesstätte einen Neubau zu planen.

Lummerland: Anbau

Mit der Erweiterung der Kindertagesstätte Lummerland soll unter anderem auf die hohe Nachfrage nach Krippenplätzen im Stadtteil Ritzebüttel reagiert werden.

Derzeit fehlen in der Stadt Cuxhaven noch 103 Krippenplätze. Die Einrichtung reiner Krippengruppen wird nicht nur als pädagogisch vorteilhafter angesehen, sondern bringt für die Stadt auch finanzielle Vorteile, da höhere Zuschüsse von Land und Landkreis fließen.

Da sich die Standards seit Eröffnung der Kindertagesstätte im Jahr 2001 geändert haben, ist ohnehin ein höherer Raumbedarf notwendig. Es sollen auch die Gruppenräume neu zugeschnitten, die Küche erweitert und ein angemessener Mitarbeiterraum geschaffen werden. Für die gesamte Maßnahme werden 1,31 Millionen Euro veranschlagt, die sich durch Zuschüsse auf rund 964 000 Euro verringern.

Der Bau wird von der Siedlungsgesellschaft Cuxhaven als Eigentümerin finanziert und über die Miete mit der Stadt Cuxhaven abgerechnet.

Von Maren Reese-Winne

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