Jobcenter Hemmoor: Geeigneten Standort finden
HEMMOOR. Die Zusammenlegung der beiden Hadler Standorte des Jobcenters Cuxhaven in Hemmoor wird in den nächsten zwei Jahren zunächst einmal keine konkreten Auswirkungen auf die Leistungsempfänger und die Beschäftigten haben. Denn so lange wird es dauern, bis ein neues Jobcenter-Gebäude bezugsfertig ist.
Wie berichtet, hatte die Trägerversammlung des Jobcenters, bestehend aus Vertretern des Landkreises Cuxhaven und der Agenturen für Arbeit in Stade und Bremerhaven, am Dienstag entschieden, dass in Hadeln nur noch ein Jobcenter verbleiben soll, nämlich in Hemmoor. Der Otterndorfer Standort soll aufgegeben werden.
Die Gründe nannte Jobcenter-Geschäftsführer Torsten Stoltz: "Beides sind relativ kleine Standorte. Aus wirtschaftlichen und Effizienzgründen sprach alles für eine Zusammenlegung." Die Strukturdaten sprechen eine klare Sprache: Die Region Hemmoor/Lamstedt/Cadenberge zähle insgesamt weitaus mehr ALG-II-Leistungsempfänger als Otterndorf und Umgebung.
"Das war letztlich ausschlaggebend für Hemmoor", so Stoltz. Zwar werden in Otterndorf derzeit mit etwa 1100 Bedarfsgemeinschaften mehr als in Hemmoor (rund 900) betreut. Allerdings sind die Leistungsempfänger aus der Samtgemeinde Am Dobrock gegenwärtig noch Otterndorf zugeordnet.
Stoltz rechnet vor: Im Augenblick betrage die durchschnittliche Fahrstrecke für Hadler Jobcenter-Kunden acht Kilometer. Nach Auflösung des Otterndorfer Standortes werden es im Durchschnitt elf Kilometer nach Hemmoor sein, während die Fahrstrecke nach Otterndorf deutlich länger gewesen wäre. "Unser Anliegen war es, die Friktionen so gering wir möglich zu halten", sagt Torsten Stoltz. Das bedeutet auch, dass der neue Standort des Hemmoorer Jobcenters in verkehrsgünstiger Lage mit Anschluss an den öffentlichen Personennahverkehr und möglichst in Bahnhofsnähe sein müsse.
Mit der Zusammenlegung wächst auch der Platzbedarf. Die Otterndorfer Jobcenter-Mitarbeiter werden in Hemmoor beschäftigt. Damit entsteht ein zusätzlicher Platzbedarf von etwa 1200 Quadratmetern. Stoltz: "Wir hätten so oder so neu bauen müssen." Denn derzeit ist das Hemmoorer Jobcenter am Rathaus noch in sogenannten "Raumtainern" und einem Anbau unter dem neuen Ratssaal untergebracht, der an diesem Wochenende eingeweiht wird. In Hemmoor soll ein kompletter Neubau in der Nähe des Bahnhofes entstehen. Der wird voraussichtlich aber frühestens Ende 2013 fertig gestellt sein. Bis dahin bleibt demnach erstmal alles beim Alten.
"Wir sind dabei, gemeinsam mit dem Landkreis und der Arbeitsagentur einen geeigneten Standort für das Jobcenter zu finden", so Hemmoors Samtgemeindebürgermeister Dirk Brauer. Bereits am Freitag sollen dazu erste Gespräche stattfinden. Er freue sich, so Brauer, dass die Wahl auf Hemmoor gefallen sei: "Eine soziale Entscheidung im Sinne der Hilfeempfänger." Auch Otterndorfs Bürgermeister Claus Johannßen hat das Votum der Trägerversammlung nicht überrascht: "Die Fallzahlen und Sozialdaten sprechen ganz klar für Hemmoor als Standort."
Von Ulrich Rohde
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Leserkommentare
ha ha ha !!!!
wieder mal ein toller schildbürgerstreich!
erst wurde in otterndorf für ca 300000euro erneuert!
(arbeitsamt1 container)
jetzt soll wieder in hemmoor für zich euro gebaut werden!
das geld wird sicherlich durch schickanen bei den harz4
empfängern wieder reingeholt!
hätte man alles beim alten gelassen arbeitslosengeld
arbeitslosenhilfe sozialamt hätte man auf der brd hochgerechnet milliarden euros gespart!
mfg

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