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12. Januar 2010

Es bleibt dabei: MFG 5 kommt nach Nordholz

Cuxhaven/Kiel. In Schleswig-Holstein hält sich hartnäckig das Gerücht, die Marineflieger des MFG 5 würden in Kiel-Holtenau bleiben. Um Klarheit zu schaffen, wandte sich der Parlamentarische Staatssekretär beim Bundesverkehrsminister, Enak Ferlemann (MdB), an Bundesverteidigungsminister Dr. Karl-Theodor Freiherr zu Guttenberg. Der bestätigte den in Cuxhaven/Nordholz bekannten Sachstand:

 

Die Auflösung des Marinefliegergeschwaders 5 und die damit verbundene Aufgabe der Liegenschaft Marinefliegerhorst Kiel-Holtenau wurde bereits im Jahr 1991 entschieden und danach mehrfach bestätigt. "In der Zielstruktur werden alle Luftfahrzeuge der Marine sowie die Marinefliegerausbildung in Nordholz stationiert", versichert der Verteidigungsminister.

"Innerhalb der Bundeswehr gibt es keine Planungen, von dieser Entscheidungslage abzuweichen", stellte jetzt Dr. Karl-Theodor Freiherr zu Guttenberg fest. Und: "Die fliegerisch-operativen und technisch-logistischen Elemente einschließlich der Komponente Marinefliegertechnikausbildung des Marinefliegergeschwaders 5 werden nach Anpassung der Infrastruktur im Jahre 2012 von Kiel-Holtenau nach Nordholz verlegt."

Von Eberhard Wendt

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Leserkommentare

Thomas Risse,18. Januar 2011, 14:22 Uhr

Verlegung MFG 5 nach Nordholz

Ich schließe mich meinem "Vorschreiber" (ehemaliger Marineflieger MFG 2) an. Die Schließungen der einzelnen SAR-Außenstellen wie z.B. Borkum und Westerland war ein erstes Signal seitens der Politik und damit des BMVG, sich nach und nach aus dem zivilen Rettungsdienst heraus zu nehmen. Mittlerweile unterstützen andere Behörden wie z.B. die Bundespolizei oder andere Institutionen wie ADAC oder DRF die Luftrettung auch an der Küste. Ich verweise ebenfalls auf die Reduzierung der SAR Standorte der Luftwaffe, die im "Binnenland" durchgeführt wurden. Die Verlegung des MFG 5 von Kiel nach Nordholz dient m.E. zur Zentralisierung der Marineflieger. Leider sind natürlich die Familien und ggf. auch zivilen MitarbeiterInnen davon betroffen. Aber schauen wir uns doch im Grunde die Beschaffungsmotivation seitens der Politik für die Drehflügler der Bundeswehr an. Für die Sea King ist seit den 90 er Jahren ein Nachfolger geplant, für die Bell UH 1 D ebenfalls zu diesem Zeitpunkt. Der NH 90 bereitet weiterhin Probleme für die Implementierung in die Truppe. Bleibt nur zu hoffen, dass ein ausgereiftes Hubschraubermuster weiterhin eine Außenstelle an der Nordsee (Borkum) und an der Ostsee (Warnemünde) diese Bereiche zeitnah, auch für den zivilen Rettungsdienst bedienen kann. Der Sea King ist ein zuverlässiges und fast bei jedem Wetter einsetzbares Fluggerät, doch er ist in die Jahre gekommen und der Klarstand der Maschinen ist erschreckend. Ist es wirklich ein Thema, wenn eine Bundesbehörde einen geographischen Standortwechsel plant und durchführen will ?
Amsel,13. Januar 2011, 00:43 Uhr

Verlegung Nordholz

Ich bin in fester Überzeugung, das das MFG 5 in Kiel bleiben muß. Das Geschwarder liegt nun mal genau in er Mitte von Norddeutschland. Bedenken Sie einmal den Treibstoff den wir verbrauchen würden nach Rügen zu fliegen. Oder noch besseres Beispiel mit dem Fährunglück Winter 2010. Ich glaube nicht, das dies nicht so glücklich verlaufen wäre, wenn Sie von Nordholz geflogen wären. Schließlich sind all die Menschen Glücklich, die von uns gerettet worden sind.
timsen, 9. März 2010, 15:54 Uhr

Petition gegen Verlegung MFG 5

Der Berliner Petitionsausschuss wird sich mit den Verlegungsplänen des MFG 5 beschäftigen müssen, wie die schleswig holsteinische Landeszeitung heute berichtet. Der Petent moniert, dass die Zeit, bis der Hubschrauber aus Nordholz bei einem Einsatz auf Rügen ist, sich von einer Stunde auf zirka 1:40 Stunden erhöhen würde. Im Katastrophenfalle, etwa bei einem Unglück mit einem Passagier- oder Fährschiff, sei die Verzögerung nicht akzeptabel. Das Thema könnte auch beim heutigen Besuch des Verteidigungsministers in Eckerförde eine Rolle spielen.

Seit Februar sind die Außenposten wochentags wieder in Betrieb

Helgoland und Warnemünde sind nämlich nicht durchgängig besetzt.
Hensel, 8. März 2010, 11:21 Uhr

MFG 5 nach Nordholz

Als ehemaliger Marineflieger (MFG2) kann ich nur mit großer Verwunderung fesstellen, wie leichtsinnig die politischen Akteure mit Menschenleben umgehen. In meiner aktiven Dienstzeit waren Hubschrauber des MFG5 in den Aussenstellen Borkum, Helgoland und Westerland auf Sylt stationiert, um in möglichst kurzer Flugdauer den Einsatzradius abdecken zu können. Für wenig nachvollziehbar hielt ich damals schon die Aufgabe der Standorte Borkum und Westerland. Dass allerdings nur noch die Außenstelle Rostock als Ostseestützpunkt dient halte ich bei der Länge des Ostsee - Küstenabschnittes für sehr bedenklich, zumal die betagten Seeking-Hubschrauber höhere Flugausfälle zu verzeichnen haben. Kiel hätte aus meiner Sicht unbedingt bleiben müssen.
Thomas,14. Januar 2010, 21:50 Uhr

MFG 5 nach Nordholz

Sehr geehrter Herr timsen,
ich habe das starke Gefühl Sie wissen gar nicht wo Nordholz liegt.
Sonst würden Sie nicht schreiben, dass
Zitat: "Überall an der Küste wird diese Entscheidung, ..., völlig praxisfern und daneben ist und ihre Opfer fordern wird. "
Nach lesen ihres Beitrags muss man das Gefühl haben Nordholz liege im Harz oder noch weiter südlicher. Das aber ist bei weitem nicht der Fall. Wie oben beschrieben sind es in Wirklichkeit nur 3 Km zur Küste. Auch in der Nordsee werden und wurden Einsätze durch die Marineflieger des MFG-5 geflogen. Ob also von Nordholz auf die Ostsee geflogen wird oder von Kiel auf die Nordsee, sollte doch keinen Unterschied ausmachen.
Keek,14. Januar 2010, 18:10 Uhr

MFG 5

Herr timsen,
als Kieler und Fachmann in Sachen Marinefliegerei sollte Ihnen dann ebenso bekannt sein, dass das MFG 5 als originäre Aufgabe Bordhubschrauber stellt, die auch als Rettungshubschrauber genutzt werden können. Da die Stationierung sämtlicher Marineflieger (Starr- und Drehflügler) künftig im MFG 3 in Nordholz schon seit fast Jahrzehnten beschlossen ist und die Rettungsfliegerei in Sachen Ostsee von der Außenstelle Rostock erfüllt wird, erscheinen Ihre trotzigen Schimpftiraden als unreif. Jahrzehntelang haben sich die Anwohner über Fluglärm beschwert (vgl. Beispiel MFG1, MFG2, sowie LTG 63, etc.) und wenn der potente Wirtschaftsfaktor Bundeswehrstandort geschlossen oder mit anderen zusammengefasst wird, ist der böse Franke schuld.
Abgesehen davon sind es von Nordholz zur Küste lediglich 3 km. Für Ihre Küstenerprobten Piloten sollte das doch ein Klacks sein, oder ?
timsen,14. Januar 2010, 09:22 Uhr

Sehr geehrter Herr Harder,
als Kieler und Kenner des Rettungswesens nehme ich mir schon heraus, die notwendige Sachkenntnis zu haben. Überall an der Küste wird diese Entscheidung, die ja mehrere Verteidigungsminister mitgetragen haben, völlig praxisfern und daneben ist und ihre Opfer fordern wird. Das MFG 5 gehört an die Küste, wo es sich schon immer bewährt hat und nur so schnell genug vor Ort sein kann.
Harder,13. Januar 2010, 10:06 Uhr

MFG5 nach Nordholz

Sehr geehrter "timsen".
Ohne hier den Inhalt Ihres Kommentares würdigen zu wollen:
"Schwachsinn ist ,ohne entsprechende Sachkenntnis,so einen Murks zu schreiben!!"
timsen,13. Januar 2010, 09:38 Uhr

MFG 5 nach Nordholz

Leider bleibt es bei diesem Schwachsinn, die Seenotretter von der Küste nach Nordholz zu verlegen. Gerade in den vergangenen Tagen konnten die SAR-Huschrauber aus Holtenau mehrfach Menschenleben retten, weil sie rasch vor Ort waren. Im fernen Berlin wurde völlig praxisfern entschieden, ein empfindliches Loch in die Rettungskette zu reißen. Das ist angesichts der Gefährdung von Menschenleben nicht nur takttisch falsch, sondern auch menschenverachtend. Aber von einem Franken ist natürlich auch keine bessere Einsicht zu erwarten.
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