DFDS: "Duchess" nimmt im November endgültig Abschied
ters. - Spekulationen hatte es schon seit einiger Zeit gegeben, aber als die Einstellung der Englandfähre am Dienstag offiziell bekannt wurde, verbreitete sich die Nachricht in Cuxhaven und im Lande wie ein Lauffeuer: Am 5. November wird die "Duchess of Scandinavia" zum letzten Mal von Cuxhaven gen Harwich ablegen, am 7. wird sie am Steubenhöft endgültig verabschiedet.
Die Entscheidung, die letzte Passagier-Fährverbindung von Deutschland nach England einzustellen, gab die dänische Reederei DFDS A/S, Muttergesellschaft von DFDS Seaways, am Montag in einer Ad-hoc-Meldung für die Kopenhagener Börse bekannt. Darin heißt es sinngemäß, wegen der Verluste nach Einstellung des zollfreien Verkaufs an Bord und unter dem Druck der Konkurrenz durch Billigflieger habe sich die wirtschaftliche Situation des Dienstes deutlich verschlechtert.
Obwohl die Verluste durch Frachtanteile zum Teil ausgeglichen werden konnten, lasse der Markt für Passagierreisen eine Fortführung des Dienstes nicht zu. DFDS werde deswegen die Fährverbindung Mitte November ersatzlos einstellen und das gecharterte Schiff, die Ex-"Bergen" an die Eigentümer zurückgeben.
Für den Hafenstandort Cuxhaven und die Region bedeutet diese Entscheidung einen schweren Rückschlag - das räumt auch Peter Kramp ein. Der Chef der in Cuxhaven ansässigen Frachtreederei DFDS Tor Line ist zugleich Agent von DFDS A/S. Wie alle Cuxhavener hatte er sich vom Wechsel der Englandfähre von Hamburg nach Cuxhaven viel versprochen. Damit die damalige "Admiral of Scandinavia" ab März 2002 vom Steubenhöft verkehren konnte, wurden seinerzeit in einer konzertierten Aktion unter Mitwirkung vieler Beteiligter (Land, Hafenamt, Stadt etc.) kurzfristig die Voraussetzungen geschaffen und Millionen investiert. Das Land beteiligte sich mit rund 6 Mio. DM an den Umbaukosten.
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