Bäume weg: Kahlschlag war rechtens
ALTENBRUCH. Kahlschlag an Bundesstraße 73. Vor ein paar Wochen hatten ein Landwirt dort zahlreiche Bäume absägen lassen. Der Beschnitt war zwar rigoros aber angeblich noch im rechtlich zulässigen Rahmen. Das ergab die Recherche.
Wie kam es zu der umfangreichen Baumfällaktion? Ein Altenbrucher Landwirt hat die Wiese vor einigen Wochen von dem Eigentümer Frank Beckmann für eine landwirtschaftliche Nutzung gepachtet. Um die Flächen besser bewirtschaften zu können, ließ der Landwirt zahlreiche Bäume, meist Erlen, Weiden und ein paar Eschen stark beschneiden. Damit sollten auch Gräben, im Bereich der Fläche freigelegt, und damit die Voraussetzung für deren Pflege geschaffen werden. Bis auf wenige Ausnahmen seien allerdings keine Bäume gerodet worden, erläuterte Martin Adamski, Leiter des Referats für Naturschutz und Landwirtschaft bei der Stadt Cuxhaven auf Nachfrage.
Vielmehr seien die Reihen von Erlen und Silberweiden lediglich "auf den Kopf gesetzt" worden, wie das der Fachmann nennt, also bis auf eine Höhe von rund 1,20 Meter abgesägt worden.
Das sei mit dem Naturschutz vereinbar, weil damit zu rechnen ist, dass die Bäume wieder durchtreiben und neues Grün bilden werden. Diese Form des Rückschnitts sei aus Sicht der Naturschutzbehörde völlig in Ordnung. Lediglich im Falle einiger Weiden, bei denen auch die Wurzeln gerodet worden seien, habe man sich mit dem Pächter auf eine Neupflanzung von Bäumen verständigt.
Von Thomas Sassen
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