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14. Juli 2010

17 Kilo Kokain aus der Karibik im Rumpf

CUXHAVEN.Eine vierköpfige Schmugglerbande wurde am Dienstag in Cuxhaven festgenommen, bevor sie 17 Kilo reinstes Kokain von ihrer Segeljacht an Land bringen konnte. Rund 80 Einsatzkräfte waren beteiligt, als die Polizei gegen 14 Uhr zuschlug. Zwei Segler hatten kurz zuvor in Cuxhaven festgemacht. Die beiden Kompagnions waren aus Brandenburg gekommen, um den Stoff in Empfang zu nehmen.

Für den Schmuggel hatte der 50-jährige Deutsche die etwa 30 Jahre alte, hochseetüchtige Segelyacht in Miami erworben. Zusammen mit seinem 32-jährigen Kompagnon - ebenfalls einem Deutschen - und dessen Freundin starteten sie im April den Segeltörn durch die Karibik über die Dominikanische Republik zur Karibikinsel Aruba. Nach der dort erfolgten Übernahme der Drogen, segelten die beiden Männer von Aruba über die Azoren zurück nach Deutschland. Die Frau nahm das Flugzeug zurück in die Heimat.

Zwei weitere Personen aus Brandenburg, ein 36-Jähriger und sein Helfer waren am Dienstagmorgen gemeinsam von Brandenburg an der Havel aufgebrochen, um die beiden Segler in Cuxhaven in Empfang zu nehmen. Was sie nicht wussten: Dort warteten schon die Ermittler. "Die waren als Polizisten überhaupt nicht zu erkennen, trugen T-Shirts und Badelatschen. Einige waren tätowiert. Sie hatten sich ganz unauffällig rund um die Seglermesse aufgehalten", erzählte der Hafenmeister.

Nach der Festnahme, nahm sich ein zweites Ermittlungsteam die Jacht vor und wurde nach einiger Zeit fündig: die Pakete mit dem Rauschgift waren professionell im Bootsinneren verbaut. Das Kokain stellten die Beamten sicher. Die Segelyacht wurde als Tatmittel beschlagnahmt. Nach Auskunft des BKA handelt es sich um eine der fünf größten Einzelsicherstellungen an Kokain in diesem Jahr. Zeitgleich durchsuchten weitere Beamte des Ermittlungsteams sieben Wohnungen sowie die Büroräume einer Firma weiterer mutmaßlicher Mittäter in der Stadt Brandenburg. Hierbei wurden zwei weitere Beschuldigte in Brandenburg vorläufig festgenommen.

Die Ermittlungen laufen bereits seit September 2009. Die Polizei wusste daher offenbar recht genau über den Aufenthaltsort und die Absichten der Täter Bescheid. Aus verständlichen Gründen wurde der Einsatz des Spezialkommandos in Cuxhaven absolut geheim gehalten. Dass Segeljachten für den Rauschgiftschmuggel aus Übersee eingesetzt werden, ist nach Auskunft der Sicherheitsbehörden verhältnismäßig selten. Größere Einzelmengen werden meistens in Schiffscontainern versteckt nach Europa geschmuggelt. Die stabile GFK-Segeljacht, die nach dem Kauf unter deutscher Flagge registriert wurde, überführten Polizeibeamte gestern Mittag in den Neuen Fischereihafen.

Von Thomas Sassen

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Leserkommentare

peter lustig, 2. September 2010, 00:44 Uhr

jeder kann selbst entscheiden ob er drogen nimmt oder nicht die leute werden ja nicht zu gezwungen.. also erst nachdenken dann schreiben.
orgafrau, 9. August 2010, 16:29 Uhr

ich kenne die familie von einem. Scheiße, man muß sich mal vorstellen was die den Kids die das konsumieren, dessen Familien und auch der eigenen Familie antun und angetan haben. Wegsperren und sozialdienste machen lassen. Am besten auf einem Friedhof.
Marlboromann,17. Juli 2010, 21:45 Uhr

@P.Tiedemann

Ein Witz? Mal im StGB nachschlagen, welche Strafandrohung für die Einfuhr von BtM in nicht geringer Menge vorgesehen ist...
P. Tiedemann,15. Juli 2010, 18:22 Uhr

Was für eine Sensation

Die Armen, werden wohl die nächsten Jahre hinter Gittern sein.
Dabei ist die Menge ein Witz im Vergleich zudem was täglich geschmuggelt wird.
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