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30 TURNEN Grundriss des ehemaligen Kirchenschiffes wurde durch niedrige Mauern wieder sichtbar gemacht und lässt die ursprüngliche Größe des Mittelschiffes nur erahnen. Der Weg zur Kirche St. Georgen führte uns durch die Residenz der mecklenburgischen Herzöge in Wismar, den Fürstenhof. Die Georgenkirche war das Gotteshaus der Landesherren und der Handwerker von Wismar. Der forcierte Wiederaufbau der Georgenkirche ab 1990 kostete allein bis Anfang 2010 40 Millionen Euro. Die Kirche St. Georgen war das erste und größte Hilfsprojekt in den östlichen Bundesländern. Eine der bedeutendsten Kirchen der Backsteingotik wurde dadurch für die Nachwelt bewahrt. Die zukünftige Nutzung der Georgenkirche liegt in einer Kombination aus Gotteshaus und Kulturkirche. Auf dem Weg zum Hafen besichtigten wir noch die Heiligen-Geist-Kirche. Diese Kirche aus dem Jahre 1320 ist ein Juwel. Ein Juwel deshalb, weil die Kirche eine Spitalkirche war, in der Kranke und Bedürftige versorgt und gepflegt wurden. Am Wassertor zum alten Hafen endete die Stadtführung. Herr Giese hatte uns mit seinen sehr kompetenten und authentischen Ausführungen einen guten Ein- und Überblick in die Geschichte der Stadt Wismar vermittelt. Zum Abendessen begaben wir uns in das in der Nähe des Hafens gelegene „Brauhaus am Lohberg“. Dort konnte jeder nach eigener Wahl ein Gericht aus der regionalen Küche bestellen. Zum Ausklang des ersten Tages nahmen die einen und auch andere noch einen Absacker in der Bar unseres Hotels. Nach einem ausgiebigen Frühstück am Samstagmorgen führte uns ein kurzer Spaziergang in den „Alten Hafen“ von Wismar. Mit dem Schiff fuhren wir zur Insel Poel. Die Insel Poel ist mit 36 km² Fläche immerhin die siebtgrößte deutsche Insel. In zwei Kleinbussen wurde die Insel befahren. Die Busfahrer erwiesen sich als fachkundige Fremdenführer und vermittelten uns mit launigen Worten die Besonderheiten dieser Insel (Stichwort Soll bzw. Sölle), die sich zu einem erfolgreichen Tourismusstandort entwickelt hat. Nach der Rückkehr mit dem Schiff am späten Nachmittag in den Hafen Wismar konnte jeder Teilnehmer den Tag eigenständig ausklingen lassen. Am Sonntagmorgen fuhren wir über die A20 und A1 direkt in die Hafencity der Hansestadt Hamburg. Dort stand der Besuch eines Automuseums in der Speicherstadt auf dem Programm. Unter dem Motto „Personen. Kraft. Wagen.“ präsentiert das AUTOMUSEUM PROTOTYP seit April 2008 nicht nur seltene Sport- und Rennwagen der frühen Nachkriegszeit und der Moderne, sondern auch die Schicksale der Rennfahrer und Konstrukteure, die den Motorsport groß gemacht haben. Mit viel Liebe zum Detail wird hier das Leben dieser Pioniere in Szene gesetzt. Das schöne Wetter verführte uns dann noch zu einer großen Hafenrundfahrt mit einer Barkasse durch die Fleete der Speicherstadt und den Hamburger Hafen. Insbesondere die bauliche Entwicklung der Hafencity einmal von der Wasserseite zu sehen, war ein tolles Erlebnis. Zum Abschluss unserer Reise gab es ein schmackhaftes Abendessen in „Höfts Markthaus“ in Neukloster und so erreichten wir wie geplant gegen 21.00 Uhr Otterndorf. Eine interessante und zugleich gesellige „Bildungs“-Reise war zu Ende. Herzlichen Dank gilt es zu sagen an Rolf Pieper (und an seine Unterstützungskräfte im Hintergrund), der nicht nur die Planung und Leitung der Reise übernommen hatte, sondern wie immer als Marketender für das Wohlbefinden der „Gruppe“ sorgte und als Kassenwart die finanziellen Angelegenheiten gut im Griff hatte. Er hat angekündigt, auch im nächsten Jahr, seinem 45. Jahr als Leiter der Altherren-Sportriege II, wieder eine Reise gen Osten zu planen. Wir freuen uns darauf! Rolf Schneider Gruppenbild mit Hafen


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