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15 SCHWIMMEN Drittes Trainingslager der Leistungsschwimmer in Norddeich Moin, Moin aus Norddeich, ... die Trainer waren bereits gut angekommen, hatten organisatorisch alles umfassend vorbereitet und warteten mit einem Hauch von Spannung auf die Schwimmermeute an der Jugendherberge in Norddeich. Mit einem herzlichen Gruß aus dem tiefen Ostfriesland wurden noch schnell die letzten Whats-Apps versendet, bevor der Rest der Schwimmerinnen und Schwimmer mit dem Bus der Firma Peter Köller in Norddeich landeten. Die fünf Trainer und eine Betreuerin freuten sich auf die nächste, fünftägige Herausforderung, dem dritten TSV-Trainingslager im Frisia-Bad in Norden. Erster Tag Die ersten Schwimmeinheiten wurden mit frischer Kraft von den Schwimmerinnen und Schwimmern des TSV Otterndorf und den Geschwistern Nitschke vom ATS Cuxhaven mit dem Schwerpunkt Delphinschwimmen absolviert. Aber es wurde jedem Betrachter schnell klar, etwas war anders in diesem Jahr. Alle Kilometer zusammen gerechnet sind die Schwimmer bereits in der ersten Trainingseinheit über 100 km geschwommen. Im ersten Trainingslager 2014 konnte trotz viel Techniktrainings noch 300 km geschwommen werden. Im zweiten Trainingslager 2015 steigerte man sich mit weniger Technikanteilen auf 600 km und in diesem Trainingslager 2016 wurde das Ziel ausgegeben, einmal die Strecke Otterndorf-Oberstdorf „schwimmerisch“ zu schaffen – sage und schreibe 885 km standen Trainerin Yvonne mit Maskottchen Horsti am Ende als Ziel fest. Ein anstrengender und fordernder erster Tag ging dem Ende entgegen. Die Schwimmerinnen und Schwimmer haben sich durch die ersten zwei Trainingseinheiten gekämpft, sich in den ersten Staffeln gegenseitig gemessen und sich am Schluss noch gegeneinander kurze Wasserballmatches geliefert. Insgesamt sind alle Aktiven ganze 177 km am ersten Tag zusammen „abgeschwommen“. Auf unserer imaginären Reise nach Oberstdorf waren wir somit bereits am Walsroder Dreieck angekommen ... und die langen Strecken kamen erst noch. Zweiter Tag Am nächsten Morgen ging es für die älteren Schwimmer bei durchwachsenem Wetter gleich weiter mit dem Trockentraining am Norddeicher Deich und einem lockeren Stundenlauf, und dies alles vor dem Frühstück. Trainer Martin sorgte für genügend Abwechslung. Der zweite Trainingstag mit zwei weiteren Schwimmeinheiten und dem Schwerpunkt Brustschwimmen sowie der fast schon traditionellen „kleinen Disco“ mit weiteren Spieleinlagen zur Stärkung der Gemeinschaft und zur wohligen Ablenkung am Abend, wurde ebenso erfolgreich und feuchtfröhlich abgeschlossen. Die Schwimmerinnen und Schwimmer hatten sich in Intensität und Quantität wiederum gesteigert. In den zur Auflockerung des Trainingsprogramms eingefügten Staffeln wurden neue Bestzeiten erzielt. Das hieß, die Schwimmerinnen und Schwimmer waren auf dem richtigen Weg zur Leistungssteigerung und hatten am zweiten Tag gemeinsam eine Strecke von 247,5 km zurückgelegt! Insgesamt wurden demnach 418,85 km in diesen zwei Tagen erzielt. Auf unserer imaginären Reise nach Oberstdorf befanden wir uns nun kurz vor dem Kirchheimer Dreieck. Am nächsten Tag wollten wir dann in Bayern einfallen. Dritter Tag Am dritten Trainingstag war der Schwerpunkt das Rückenschwimmen. Wurden an einem langen Vormittag bereits 113.350 Meter zurückgelegt, stand der Nachmittag ganz im Zeichen der Regeneration. Die Kleinen gingen in die Seehundstation, die Größeren bereiteten die Gruppenauftritte am späten Nachmittag vor. Ganz im Stile der modernen Showauftritte wurden die Gruppenperformances durch eine „professionelle“ Jury im Anschluss bewertet. Egal ob ein Theaterstück vorgeführt oder die Trainer während des Schwimmtrainings parodiert wurden, selbst eine Tanzvorführung wurde noch schnell einstudiert. Doch der eigentliche sportliche Höhepunkt war das schon traditionelle Dauerschwimmen über 90 Minuten. Alle drei Schwimmergruppen „battleten“ sich über lange Distanzen und erzielten neue Streckenrekorde. Die besten Schwimmer kamen dieses Jahr weit über 6 km (Steffen: 266 Bahnen). Viele Schwimmer steigerten sich auf über 5 km. Selbst die Jüngsten kämpften sich auf über 3 km (immerhin noch 120 Bahnen). Alle drei Gruppen schwammen zusammen ca. 145 km in dieser einen Trainingseinheit. Auf unserer imaginären Reise nach Oberstdorf wurden für den dritten Tag 259,950 Meter addiert. Somit war die Otterndorfer Schwimmermeute bereits am dritten Tag in Bayern eingefallen und stand bei Kilometer 678,8, örtlich verglichen auf der Höhe von Ellwangen. Vierter Tag Am vierten Tag des Trainingscamps wurde der Schwerpunkt „Lagenschwimmen“ gesetzt. Nach dem fordernden Dauerschwimmen vom Abend davor warteten weitere Herausforderungen auf die Schwimmerinnen und Schwimmer, die allesamt gemeistert werden mussten. Ganze 112.500 Meter konnten wiederum zurückgelegt werden. Nach einem genussvollen Mittagessen (Hefekloß mit Vanillesauce – kein typisches Schwimmer-Essen!) begann die Vorbereitung auf den internen Wettkampf am Abend. Es mussten die drei Gruppen in unterschiedlichen Disziplinen antreten; die geschwommenen Zeiten wurden in DSV-Punkten umgerechnet. Zur Vorbereitung und zur Regeneration sowie zur verstärkten Teambildung wurde von der Trainerschaft ein kultureller „Leckerbissen“ ins Nachmittagsprogramm eingepflegt. Es fuhr die Firma Peter Köller mit ihrem Bus die Schwimmer in die Hauptstadt Ostfrieslands, das gemütliche ostfriesische


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