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28 TURNEN Fahrt der Gruppe Reinhardt „Das Beste“, so lautet noch immer der Wahlspruch der Fahrtengruppe Reinhardt von 1949. Die damals 10- bis 15-jährigen Jungen des TSV wurden von Ewald zu kleinen Vorturnern ausgebildet und durften als Lohn mit auf Fahrt gehen. Das war vor 66 Jahren. Zum 18. Treffen hatte unser „Jäcki“ ins Bergische Land nach Hattingen eingeladen.. Gerne folgten wir seinem Ruf vom 23. - 25. September 2015. Nachdem gegen 17 Uhr alle Fahrtenbrüder mit Ehefrauen im Hotel „Zum Hackstück“ eingetroffen waren, wurden auch schon Erlebnisse aus alten und neuen Zeiten ausgetauscht. Um 19 Uhr wurde ein gemeinsames Abendessen serviert. Unser Jäcki erklärte dann in seiner humorvollen Tischrede den zeitlichen Ablauf unserer gemeinsamen Stunden. Sein Begrüßungsritual begann mit einem „Glück auf“, wie es sich für einen erfahrenen Bergmann gehört, der die Tiefen der Erde durch persönlichen Einsatz von seiner Ausbildung bis zum Bergwerksdirektor durchlaufen hat. Die Stunden des ersten Abends vergingen sehr schnell. Alle waren wir doch von der weiten Anfahrt müde und brauchten dann unsere Ruhe. Am nächsten Morgen begrüßte uns die Sonne in ihrer schönsten Farbenpracht. Diese Stimmung übertrug sich sofort auf die Sportler der ersten Stunde der Nachkriegszeit und deren Ehefrauen. Bergbaumuseum in Bochum Punkt neun Uhr ging die Fahrt, auf die Minute genau, wie wir es von unserem Ewald über Jahrzehnte gewohnt waren, mit einem Bus nach Bochum zum Deutschen Bergbaumuseum. Zwei Stunden geführte Besichtigung ließ uns die schwere Arbeit eines Bergmannes erahnen. Wir bekamen Eindrücke, die noch lange auf jeden einzelnen wirkten. Wir erlebten eine simulierte Grubenfahrt, die mit rasanter Fahrt in die Tiefe führte. Es war eine perfekte Simulation, die uns bis 1.000 Meter Tiefe erfaßte. Weiter ging unser Weg durch geschlagenen Stollen für den Abbau und zur Förderung der Kohle über riesige Förderbänder modernster Art wieder ans Tageslicht. Nachdem unsere Gruppe dieses einmalige Erlebnis ohne Einatmen von Kohlenstaub überstanden hatte, wurde vor dem Hauptportal das Gruppenbild gemacht. Jäcki als Bergwerksfachmann konnte so manche persönliche Erfahrung aus seiner aktiven Berufszeit in lebhafter, bildlicher Anschauung beitragen. Weiter fuhren wir zur Krupp-Siedlung Margarethenhöhe mit den sehr gut gepflegten Häusern, ein heute noch sehr schönes Wohnviertel. Villa Hügel Nach einem sehr gutem Mittagsessen in dem vornehmen Gasthof „Hülsmannshof“ kam das große Highlight, die Besichtigung der Villa Hügel, die Residenz von Alfred Krupp von Bohlen und Halbach. Imposante, riesige Säle mit Wandgemälden der Familie Krupp und Bilder der damaligen Zeit über Herstellung von Kanonen und Kriegsmaterial für die leider geführten Kriege. Nach der viel zu kurzen Zeit der Besichtigung der gewaltigen Bauten ging es zu Fuß durch die Gärten zum im Tal liegenden Baldeneysee mit der Regattastrecke. Unser Bus brachte uns dann wieder ins Hotel. Nach einem gemeinsamen Abendessen wurde ein lustiger, interessanter Abend gestaltet, wobei uns Clemens mit seiner Mundharmonika die alte Zeit wieder aufleben ließ. Fahrtengruppenstimmung! Leider vergingen die Stunden viel zu schnell. Hattingen Freitag, am Abschiedstag, durften wir eine Führung der Altstadt von Hattingen mit Walter und Ulla erleben. Wir konnten 600 Jahre Geschichte der Stadt mit Augen und Ohren in uns aufnehmen. Die kleinen verwinkelten Gassen mit den uralten Häusern, die Fachwerksbauten, die Stadtmauer, das Bügeleisenhaus und vieles mehr. Alles in bestem Zustand. Dann ging es zur Villa „Jäcki und Ulla“ mit dem wunderschönen Haus und Garten. Wir wurden mit einem sehr schmackhaftem Imbiss verwöhnt. Wieder ein Treffen, welches viele Eindrücke bei allen hinterlassen hat. Ewu sprach die Dankensworte an unsere Ulla und Jäcki, und wünschte allen eine gesunde, unfallfreie Heimfahrt. Nächstes Treffen im Mai 2017 in norddeutscher Landschaft. Günter Johannsen von links: Karl Grefe, Werner Schütt, Siegfried Molzow, Uwe Sommer, Hans Arp, Horst Arp, Dr. Walter Jackisch, Dr. Horst Stanneck, Clemens Nowoczyn, Günter Johannsen und dazugehörige Damen


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