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10 RUDERN Ruderwanderfahrt 2015 Drei Boote, ganz viel Sonne und jedeMenge gute Laune – 13 Otterndorfer Ruderer unterwegs auf Fulda undWeser. An einem Sonntag Mitte August trafen sich 11 Kinder und Jugendliche sowie zwei Betreuer der Ruderabteilung des TSV Otterndorf, um mit drei Booten zu der einwöchigen Wanderfahrt auf Fulda und Weser aufzubrechen. Nachdem das gesamte Gepäck, bestehend aus Reisetaschen oder Koffern, Schlafsäcken, Luftmatratzen und Zelten, verladen war, starteten der Vereinsbulli und ein Privat-PKW Richtung Kassel. Nach der Ankunft beim Kasseler Ruderclub wurde das tolle Wetter sofort zum Baden und anschließend für eine Schnitzeljagd durch die riesige Parkanlage genutzt. Die erste Etappe am nächsten Tag führte uns auf der Fulda von Kassel nach Hannoversch Münden. Die wohl größte Herausforderung an diesem ersten Rudertag war neben der Hitze das Bewältigen der vier Schleusen auf der Route. So hatten wir es gleich zu Beginn mit erkrankten und verspäteten Schleusenwärtern zu tun und durften erst mit einiger Verspätung zusammen mit einem Ausflugsdampfer in die Schleuse einfahren. Das Schleusen schließlich gut überstanden, staunten wir nicht schlecht über die nachfolgenden, automatischen Schleusen, in denen doch jeder gerne einmal die „Reißleine“ ziehen wollte, die den Schleusenvorgang einleitete. Trotz weiter sinkendem Niveau (nein, natürlich ist hier der Wasserstand gemeint!) erreichte die Stimmung in der ausgedehnten und wohlverdienten Mittagspause, welche wir beim Bootshaus der Universität Göttingen in Wilhelmshausen verbrachten, ihren Höhepunkt. So wurde die Zeit ausgiebig zum Essen und Baden genutzt. Nach der Ankunft in Hannoversch Münden hieß es Gemüse schneiden, Tisch decken und Fleisch grillen, bevor wir die Köstlichkeiten genießen konnten. Die restlichen Stunden des Tages ließen wir mit einem Besuch beim Weserstein und einem Eis in der hübschen Mündener Innenstadt ausklingen. Danach fielen alle kaputt auf ihr Schlaflager im Bootshaus des Mündener Rudervereins. Dienstag legten wir eine beträchtliche Strecke von 46 Kilometern mit Hilfe der Strömung in Rekordzeit zurück. Die zweite Etappe führt uns von Hannoversch Münden ins hessische Bad Karlshafen. Das Aufbauen der Zelte und Einrichten unseres „Reviers“ auf dem gut bevölkerten Campingplatz ging mit der Erfahrung der letzten Jahre schnell von der Hand, sodass schon bald etwas Freizeit im und am Wasser genossen werden konnte. Nach dem Abendessen, welches seinen Höhepunkt in der Präsentation des „Salat-Liedes“ durch einen fremden Jugendlichen fand, konnten zudem einige Sternschnuppen am Himmel beobachtet werden. Der darauf folgende Tag war der lang ersehnte Ruhetag, an dem wir mit ein paar gemieteten Kanus die kurvige und schmale Diemel, einen Nebenfluss der Weser, erkundeten. Hier zeigte sich mehrfach, dass das Rudern, nicht aber das Paddeln unsere Sportart ist. So wurden Baumstämme euphorisch mit dem Kanadier begrüßt wie auch der Boden der Diemel in Augenschein genommen. Die eine oder andere Wasserschlacht folgte. Vier Schleusen mussten bewältigt werden


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