Deichbrand: Ansturm auf den Campingplatz

  NORDHOLZ. Mit so einem Ansturm hatte die Deichbrand-Crew wohl nicht gerechnet. . Stundenlang standen die Festivalbesucher am Donnerstag an, um auf den Campingplatz zu gelangen. Der Stimmung auf dem Gelände am Seeflughafen Cuxhaven/Nordholz tat die Warterei jedoch keinen Abbruch. Und so war es ein fast perfekter Start in das 6. DEICHBRAND-Rockfestival am Meer. Eine fünfköpfige Gruppe aus Springe (bei Hannover) gehörte zu den ersten, die ihre Zelte auf dem Gelände aufschlugen. Während der Großteil noch an der Einlasskontrolle stand, hatten Tabea (18), Johannes (18), Luisa (18), Lukas (19) und Adrian schon ihr erstes Steak auf dem Teller. "Wir waren schon mittags hier", erzählt Lukas. Gegen Drei wurde der erste Eingang geöffnet - 17 Uhr war hierfür offiziell angesetzt worden. Und warum haben sich die fünf Freunde für das DEICHBRAND entschieden? "Für den Preis kommen echt gute Bands und das Line-Up ist sehr vielfältig", sagt Luisa. "Und es liegt in den Ferien", fügt sie hinzu. Dies war wohl ein Grund, dass so viele schon am Donnerstag den Weg in die RockCity 6.0 suchten. Noch nach Mitternacht trudelten Campinggäste ein. Wer nicht nur Bier, sondern auch Grubenlampen und Knicklichter im Gepäck hatte, war beim nächtlichen Heringhämmern klar im Vorteil. Auch die Aufbauarbeiten auf dem Festivalgelände dauerten noch lange an. Damit verspäteten sich die ersten musikalischen Kostproben auf dem "Red Bull Tourbus": Erst mit Einbruch der Dunkelheit spielten dort "Good Shoes". Die Auftritte von "Lokomotif", "Crazy Noise" und anderen wurden dann kurzerhand in das Partyzelt auf die "Club Stage" verlegt. Gesa und Neele (17) aus Cuxhaven sind schon erfahrene DEICHBRAND-Besucher. "Wir sind bestimmt mit 20 Leuten hier", erzählen sie in Vorfreude auf das Wochenende. Da hatten sie schon fast vergessen, dass sie dreieinhalb Stunden in der Schlange standen. Die beiden Schülerinnen finden es einfach super, dass so ein Event in ihrer Heimat auf die Beine gestellt wird. "Die meisten anderen Angebote richten sich ja eher an die Kleinen oder Älteren", sagt Neele. Neben Zelt, Campingstühlen und Pavillon will Neele ihr Lager auch noch mit einem kleinen Planschbecken bestücken. Denn: Abkühlung muss sein bei diesen Temperaturen. Und wenn es regnet? "Das ist egal. Dann gibt's 'ne Schlammschlacht im Bikini", kündigt die 17-Jährige an. Von Bernadette Patzak
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