Nachgefragt: Wie war das nochmal mit dem Schlick?
CUXHAVEN. In der zurückliegenden Saison soll dass Schlickproblem im Cuxhavener Watt nicht ganz so extrem gewesen sein wie in Vorjahren. "Wir haben da draußen einmal im Monat Proben gezogen, und da war es schon zu beobachten, dass es 2011 diese dicken, bis zu 30 Zentimeter starken Auflagen nicht gab", sagt Martin Adamski.
Adamski, Leiter der städtischen Naturschutzbehörde sieht darin aber noch keinen Grund zur Entwarnung: Das Problem besteht zweifellos weiterhin; Aufschluss über die Ursachen könnte ein noch in diesem Frühjahr zu erwartender Untersuchungsbericht geben, den Mitarbeiter der zum Alfred-Wegener-Institut gehörenden Biologischen Anstalt Helgoland vorlegen sollen. Unsere Redaktion beantwortet Leserinnen und Lesern vorab fünf allgemeine Fragen, die sich in Verbindung mit der Schlickproblematik aufdrängen.
1. Wie kommt es zu der seit mehreren Jahren zu beobachtenden Verschlickung?
Das genau wird gerade untersucht.. Das Problem könnte mit der Verklappung von Sedimenten weiter draußen im Fahrwasser zu tun haben. Vielleicht aber auch mit den Strömungsverhältnissen im Watt, die sich verändert haben.
2. Was ist eigentlich unter "Schlick" zu verstehen?
Schlick ist ein Sediment, das man sich ähnlich wie Sand vorstellen kann, nur viel feinkörniger.
3. Warum "stinkt" der Schlickbelag?
Das liegt daran, dass der Schlick angereichert ist mit organischen Substanzen, die von Bakterien zersetzt werden.
4. Ist es schlimm, wenn mein Kind mit Schlick spielt?
Wenn es darum geht, ob Schlick belastet ist oder nicht, kann diese Frage getrost verneint werden. Eine Gefahr für die menschliche Gesundheit sei dadurch nicht gegeben, antwortete der Leiter der Naturschutzbehörde kürzlich auf eine ähnliche Frage.
5. Wie groß ist das Risiko, einzusinken?
Im Bereich der Buhnen kann ein Erwachsener schonmal bis zu den Knien einsinken. Das könnte besonders für Kinder ein gewisses Risiko darstellen Deshalb hat die Kurverwaltung in der Vergangenheitan einigen Punkten Schilder aufgestellt. Wer ihnen folgt, behält "festen" (Sand)-Boden unter den Füßen.
Von Kai Koppe
















Bild vergrößern














