Maskenmann-Prozess: Täter bricht sein Schweigen
STADE. Im Stader Landgerichtsprozess wegen dreifachen Mordes und vielfachen sexuellen Missbrauchs an Kindern hat der Angeklagte Martin N. sich erstmals selbst zu den Tatvorwürfen geäußert. Es sei ihm bewusst, dass er "eine ganze Reihe besonders verwerflicher Taten begangen habe", sagte der 41 Jahre alte Pädagoge am Mittwoch vor Gericht.
"Ich habe den Angehörigen unfassbares Leid zugefügt. Dafür bin ich ganz allein verantwortlich." Bevor der Angeklagte selbst das Wort ergriff, hatten seine Verteidiger lebenslange Haft für ihren Mandanten gefordert, das Gericht aber auch gebeten, von einer besonderen Schwere der Schuld und einer Sicherungsverwahrung abzusehen. Sie begründeten ihren Antrag mit dem umfassenden Geständnis von Martin N. "Ohne dieses Geständnis hätten dem Angeklagten wahrscheinlich nur zwei Missbrauchstaten nachgewiesen werden können", so Verteidiger Ralph Wichmann. Der Angeklagte selbst sagte, dass er in der Haft eine Therapie beginnen wolle, um "vielleicht eines Tages als veränderter Mensch in Freiheit zu leben".
Von Heike Leuschner
















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Leserkommentare
Schweigen gebrochen?
Wenn ich das noch richtig aus den Medien weiß, gibt es da noch immer eine verschlüsselte Festplatte, die wahrscheinlich noch mehr Straftaten zu Tage fördern wird. Wenn er denn geläutert sein will, dann soll er das Passwort endlich sagen. Denn es gibt mit Sicherheit noch mehr Eltern und Kinder, denen er Schlimmes angetan hat und die endlich ihren Frieden finden wollen.
Alles andere als eine lebenslange Haft mit anschließender Sicherheitsverwahrung wäre ein Schlag in das Gesicht des Volkes, in dessen Namen ja immer geurteilt wird.