Pavillon auf Kaemmererplatz geplant

cew. ? Neuer Anlauf für den Bau eines Pavillons auf dem Kaemmererplatz: Nachdem in vergangenen Jahren viel geplant aber nichts verwirklicht wurde, gibt es jetzt eine neue Initiative. Auf dem Tisch der Stadtverwaltung liegt eine Bauvoranfrage. Die wurde Mittwoch im Bauausschuss beraten. Einstimmig stellten sich die Mitglieder hinter den Pavillon-Bau auf dem Kaemmererplatz. Zuvor erinnerte Stadtbaurat Michael Müller an den erklärten Willen des Rates, im Zentrum Cuxhavens einen multifunktionalen, innerstädtischen Platz zu schaffen, der mit einem Pavillon dauerhaft belebt werden soll. Heute ist der Kaemmererplatz nach Einschätzung des Stadtbaurates "unwirtlich? und "nicht optimal genutzt?. Er stufte den Pavillon als Frequenzbringer ein und als städtebauliches Element zur Belebung des Platzes. Das von Investor Lütfi Kabay mit der Bauvoranfrage der Stadtverwaltung vorgelegte Baukonzept sieht für den Pavillon einen quadratischen Grundriss auf einer Fläche von 13,50 mal 13,50 Meter vor. Das lichtdurchflutete, eingeschossige Bauwerk mit Dachterrasse und einem 3,80 Meter hohen runden Kuppelbau darüber wirkt einladend. Die Dacheindeckung ist in Titan-Zinkblech geplant, die massiven Außenwände in silbergrauem Wärmedämm-Verbundsystem. Alternativ dazu ist aber auch denkbar, die Außenwände mit Verblendmauerwerk zu erstellen. Der Kaemmererplatz ist in dem rechtsgültigen Bebauungsplan als Mischfläche ausgewiesen und soll der Erweiterung der Fußgängerzone als verkehrsberuhigter Bereich dienen. Nach Einschätzung der Bauverwaltung ist der Pavillon-Bau als Nebenanlage städtebaulich aus planungsrechtlicher Sicht vertretbar und berührt nicht die Grundzüge der Planung. Weil Pkw-Einstellplätze nicht vor Ort geschaffen werden können, ist der Investor bereit, die Ablösebeträge zu zahlen. Das von ihm für den Pavillon angepeilte Konzept sieht eine "Café-Bar? vor, die vom Frühstücksbuffet über einen Mittagstisch, Kaffee und Kuchen bis hin zur Abendkarte ein umfassendes gastronomisches Angebot bereithält. Während der geplanten Öffnungszeiten (montags bis donnerstags von 6 bis 24 Uhr und freitags bis sonntags von 6 bis 2.30 Uhr) soll es darüber hinaus ein umfassendes Getränkeangebot, Salatbar, Snacks und Eisspezialitäten geben. Vorgesehen sind im Pavillon rund 60 Sitzplätze. Von der Fläche her ist er kleiner als jener Rundbau, der vor Jahren von Architekt Tiedemann geplant, aber nicht realisiert wurde. Während der Bauausschusssitzung begrüßte Jochen Werwath (CDU) den geplanten Pavillon-Bau als "echte Bereicherung? ? auch für eine aktivere Nutzung des Platzes. Er sprach sich dafür aus, mit einer Vereinbarung zwischen Stadt und Investor sicherzustellen, dass traditionelle Aktivitäten wie Bauernmarkt und Buttfest auch zukünftig stattfinden können. Und: Dem Investor soll nicht die Bewirtschaftung des gesamten Platzes übertragen werden. Zustimmung auch von der SPD im Bauausschuss: Rolf Viscariesmann regte an, bei dem quadratisch geplanten Pavillon über Rundungen nachzudenken. Und Andreas Wichmann: "Prinzipiell find ich das Vorhaben gut. Ich freue mich über jede Belebung.? Derweil äußerte sich der Vorsitzende der Verbegemeinschaft Cuxhaven activ, Reinhard Duderstadt, "entsetzt? über den geplanten Pavillon-Bau. Er befürchtet, dass damit "keine Verweilzone, sondern ein Klotz geschaffen wird?.
Ihre Stimme wird übermittelt
0 Person(en) finden das lesenswert
Diesen Artikel mit drei Klicks bewerten

Sie können entweder einem Wort drei Stimmen geben oder Ihre drei Stimmen auf verschiedene Wörter verteilen.

  1. Artikel bewerten
  2. Ergebnis ansehen