Fischereihafen: Kleine Lösung für 800000 Euro
CUXHAVEN. Sogar Wirtschaftsminister Jörg Bode packte gestern mit an, um den hässlichen Bauzaun am Alten Fischereihafen symbolisch schon einmal zu entfernen. Zusammen mit Oberbürgermeister Dr. Ulrich Getsch und der Führungsspitze von NPorts informierte Bode Vertreter der Krabbenfischer und der Bürgerinitiative vor Ort über eine kurzfristige Lösung, durch die dieser Zaun verschwinden und die Liegeplätze im Alten Fischereihafen für die Krabbenkutter erhalten bleiben sollen. Die Gesamtkosten werden mit maximal 800.000 Euro angegeben.
Gedacht ist an eine Steganlage mit Pontons, ausreichend für rund 12 Schiffe, die daran quer zum Hafenkaje festmachen. So können auf einem relativ kurzen Stück im mittleren Bereich des Hafenbeckens, im Abstand von acht Meter zur Kaje relativ viele Kutter untergebracht werden. Zu erreichen sind die Schiffe dann über eine Brücke (die nicht auf der Kai aufliegt) und eine bewegliche Gangway, die sich dem Wasserstand im Hafenbecken anpasst. Strom- und Wasseranschlüsse werden vorgesehen.aktualisiert und kommt zu dem gleichen Ergebnis, wie die Begutachtung vom 8. August 2011. Anwesende Fischer wiesen NPorts darauf hin, dass der Hafen verschlickt und dringend ausgebaggert werden und die vorhandene Löschpier am Meinkenkai verbreitert werden müsse.
Von Thomas Sassen
















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Leserkommentare
Leserkommentar von Herrn Jaeger vom 25. 2. 2011
Ich kann mir nur vorstellen, dass Sie meinen Leserbrief gar nicht richtig gelesen haben oder ihn zumindest nicht verstanden haben.
Zu Ihrem besseren Verständnis:
Ich bin kein Politiker, sondern ein Bürger unserer Stadt, der lediglich versucht, für seine Mitbürger und deren Wohl, etwas zu bewegen. In Sachen AFH (und auch u. a. Helgolandpier) bereits schon seit Anfang Oktober.
Hätten Sie sich die Mühe gemacht, die Berichterstattung von Herrn Sassen am 10. 10. 2011 zu lesen und meine Reaktionen darauf richtig zu interpretieren, hätten Sie sich Ihre Stellungnahme von heute sicherlich erspart.
DAMIT SCHADEN SIE DIE IHNEN (UNS) SO AM HERZEN LIEGENDE ANGELEGENHEIT AFH MEHR ALS DASS SIE IHR DIENEN!
Es soll auch Personen geben, die sich nicht marktschreierisch in eine Lichterkette einordnen, um dann nach der Wahl wieder von der Bildfläche zu verschwinden, sondern eben solche, die sich konstruktiv mit dem Thema befassen, an den richtigen Stellen vorstellig werden und sich dann einbringen.
Es waren meinerseits nicht nur Kontakte zu Herrn Riese und Herrn Bode, sondern auch Gespräche hier vor Ort, die ich geführt habe (u. a. auch mit NPorts direkt).
An den unterschiedlichsten Veranstaltungen AFH haben mindestens vier aktive FDP-Mitglieder regelmäßig teilge-nommen. Ich erinnere u. a. nur an die Live-Übertragung im Rundfunk. Außer uns und Ihnen habe ich dort von keiner anderen Partei jemand sichten können.
Darf ich Sie daran erinnern, dass ich mich bereits im Oktober vorigen Jahres persönlich mit Ihnen und Ihrer Frau über unser aller Anliegen AFH unterhalten habe? Ich habe Sie z. B. darauf aufmerksam gemacht, dass an einigen Stellen, die von Ihnen ausgelegten Unterschriftslisten bereits voll sind und nachgelegt werden und auch eingesammelt werden müssen. Ich habe Ihnen auch gesagt, dass ich hier in Sahlenburg bereits in großer Stückzahl Blankokopien gemacht und verteilt habe, damit die Unterschriftenaktion weitergehen konnte.
Haben Sie das vergessen?
Wenn Sie mich jetzt als Trittbrettfahrer bezeichnen, dann sagen Sie mir doch bitte mal, auf wessen Trittbrett ich denn stehe. Habe ich da etwas verpasst?
SIE SOLLTEN SICH DOCH ÜBER JEDEN MITSTREITER FREUEN. Auch über die, die sich nicht lautstark profilieren wollen.
ICH ERWARTE VON IHNEN, dass Sie mir die Frage beantworten, welche anderen Erfolge Sie schon mit Ihrer Initiative zu verbuchen haben.
Ich würde mich ehrlich freuen, wenn Sie da etwas vorzeigen können.
Oder soll man davon ausgehen, dass Sie einfach nur verärgert sind, dass es ausgerechnet ein Minister der FDP ist, der bis heute wenigsten hier vor Ort war und damit ein deutliches Signal gesetzt hat, dass er seiner Zuständigkeit gewissenhaft nachkommt und sein Mitarbeiterstab an konstruktiven Lösungen arbeitet?
Ich würde mich über jeden noch besseren Vorschlag, und wenn er dann auch noch umgesetzt werden könnte, freuen, egal von welcher Partei er noch kommen wird.
ES GEHT HIER UM DIE SACHE!!
Hans-Otto Niederhoff
Alter Fischereihafen
Ich hatte gar nicht gewußt, dass die Initiative einen solchen Mitstreiter hat!
Bisher haben sich nämlich die meisten Politiker, bis auf wenige Ausnahmen, arg zurückgehalten was den AFH betrifft.
Herrn Bode als Retter hinzustellen klingt für mich stark übertrieben. Was hat Herr Bode denn erreicht?
"Dieser Zaun kommt weg" hat er gesagt.
Schön! Aber die Betonung liegt bei "Dieser". Herr Bode hat leider vergessen zu erwähnen dass dieser durch einen anderen ersetzt wird. Der Zugang zur 8 Meter Zone bleibt verboten laut N Ports.
Eine Forderung der Initiative wurde zum Teil erfüllt: Die Fischer haben ihre Liegeplätze. Aber wie lange? Dazu gibt es keine zuverlässige Aussage. Viele Bürger glauben "bis nach der Wahl"
Die beiden anderen Forderungenm "Zaun weg & freier Zugang" werden nicht erfüllt.
Die Initiative braucht helfende Politiker, keine Trittbrettfahrer!
Bernhard Jaeger
Informationsveranstaltung von N Ports mit Minister Jörg Bode am 21. Februar
Eine der Fähigkeiten, die ein Politiker oder ein hochrangiger Wirtschaftler braucht ist Wortgewandtheit.
Aber auch als Bürger, als Wähler, sollte man das gut beherrschen.
Sonst kann es passieren, dass man sich von Aussagen wie "Dieser Zaun kommt weg, ...verschwindet zum Sommer der Bauzaun" oder gar von einem symbolischen Handanlegen einlullen lässt! Die Betonung liegt nämlich bei den zitierten Aussagen entweder bei " DIESER " oder " BAU- "
Die Bürgerinitiative "Rettet den Alten Fischereihafen" und die vielen Bürger und Feriengäste die hinter ihr stehen, haben immer den Abbau des Zauns gefordert, nicht dessen Austausch.
Mir wurde gestern von verschiedenen N Ports Vertretern deutlich gemacht, dass auch mit der neuen Absperrung, egal wie sie aussehen wird, der Zutritt zu der bisherigen 8-Meter Zone verboten bleibt.
Dieses wird mit der akuten Einsturzgefahr des Kais begründet. Eine Einsturzgefahr, die N Ports aber täglich aufs Neue selbst in Frage stellt.
Aussage N Ports:
"Die Gefahr besteht nur bei Niedrigwasser"
Die schweren Lotsenboote, die auf dem gefährdeten Kai ständig bewegt und gelagert werden (belegt durch Fotos und Videos), stehen dort tagelang. Zwei Mal am Tag ist Niedrigwasser...
Es wird Zeit, dass N Ports endlich mit diesem Kasperletheater aufhört und endlich die wahren Gründe dieser Absperraktion offenlegt!
Die Bürgerinitiative macht in jedem Fall so lange weiter bis der freie Zugang für Fußgänger und Radfahrer gewährleistet ist.
Bernhard Jaeger